#17: Katja Kessler: Business-Knigge. So geht gutes Benehmen im Job!
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00:00:05: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Strive Up Your Life.
00:00:09: Heute setzen wir uns mit einem Thema auseinander, dem wir in unserer aktuellen Ausgabe sogar ein ganzes Dosier-und Krabberinterview gewidmet haben – how to behave and business?
00:00:18: Welche Umgangsform gelten heute im Job?
00:00:21: Dafür hat unsere Redaktion einen ganzen Businessknäger erstellt, mit dem ihr lernen könnt welche Regeln ihr im Job beachten solltet und auf welchen ihr pfeifen könnt!
00:00:29: Gesprochen haben sie unter anderem mit Interior-Designerin Katja Kessler.
00:00:33: Sie hat lange als Bildkolumnistin über High Society Events auf der ganzen Welt berichtet und ist auch privat eine leidenschaftliche Gastgeberin.
00:00:41: In der aktuellen Strive hat Katja Keßler uns beantwortet, wie man eventuell absagt, sich richtig verabschiedet – aber auch welche No-Gos es in diesem Kontext
00:00:50: gibt!
00:00:51: Im Gespräch mit Strive-Hausgibberin Katharina Wolff geht's noch etwas mehr ans Eingemachte….
00:00:56: Sie sprechen unter anderem darüber, ob Regeln für den Umgang im Business und ein Business-Knege überhaupt nötig sind.
00:01:02: Wie man souverän auf unangemessene Witze reagieren kann und wie viel Ehrlichkeit die Businesswelt verträgt.
00:01:08: Ich bin Hannah Andresen und von mir gibt's wie immer ein kurzes Intro vorab Und damit geht es jetzt auch direkt los.
00:01:15: Werbung Ihr habt mit Sicherheit schon einmal von IY gehört Aber wusstet ihr auch was für ein vielseitiges Spektrum an Tätigkeiten euch da erwartet?
00:01:25: EY ist nämlich ein marktführendes Unternehmen in den Bereichen Wirtschaftsprüfungen, Steuer- und Rechtsberatung sowie im Strategy and Transactions und im Consulting.
00:01:33: Das Ziel von EY sind Dinge voranzubringen und besser zu machen – dafür steht auch der weltweite Anspruch Building a Better Working World!
00:01:41: Bei EY erwarten euch eine schnelle fachliche und persönliche Weiterentwicklung sowie eine Menge Benefits, zum Beispiel in den Bereichen flexibles Arbeiten, Networking oder auch Gesundheit und Fitness.
00:01:51: Und das Wichtigste – ein wahnsinnig vielfältigen Blick in die Welt der Wirtschaftsprüfung!
00:01:56: Alle Infos- und Karrieremöglichkeiten z.B.
00:01:59: mit einem Direkteinstieg als Consultant oder Assistant findest du unter dem Link in unserer Folgenbeschreibung.
00:02:04: Werbung Ende Erinnert ihr euch noch an diese kurze komische Phase während der Corona-Pandemie, als man sich statt der Hand einfach den Fuß gereicht hat.
00:02:18: Also auf einem Fuß stehen geblieben ist und sich quasi kurz mit der Fussspitze berührt hat?
00:02:22: Die Hälfte von euch wird sich jetzt vermutlich denken, hä?
00:02:26: Und die andere Hälfe wird denken ja na klar!
00:02:28: Und genau da geht das Problem los... Als ich damals meinen noch komplett neuen Job angetreten bin und meine neuen Kollegin begrüßt habe habe ich dann diesen sogenannten Fußgroß eingeleitet, nur dass mein Gegenüber überhaupt nicht wusste was sich nun möchte und es einfach ignoriert hat.
00:02:44: Was für ein toller eleganter Start!
00:02:47: Aber neben irgendeinem Begrüßungszeremonien hat sich noch so viel mehr in den letzten Jahren gewandelt.
00:02:52: Plötzlich schicken neue Kontakte auf LinkedIn einem keinen netten Kennenlernen-Pitch mehr, sondern starten ungefragt mit minutenlang Sprachnachrichten in das Gespräch.
00:02:59: Was es ein Freund oder Freundin ist, ist des anderen Leid!
00:03:03: Ich persönlich tausche auch gerne Privatsprachn Nachrichten aus – empfinde sie im beruflichen Kontext aber eher unhöflich.
00:03:09: Schließlich erwartet mein Gegenüber damit automatisch dass ich mir im Zweifel alle essentiellen Infos merken und vor allem nochmal gesondert aufschreiben muss.
00:03:16: Umgangsform sind heutzutage oft auch Auslegungssache.
00:03:20: Auf ein paar Punkte können wir uns aber denke ich alle einigen.
00:03:23: Welche das sind, weiß zum Beispiel Clemens Graf von Hoyers Bestens.
00:03:27: Er ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kniegegesellschaft und bildet selbst Business-Ithikettetrainerinnen aus.
00:03:33: In unserer aktuellen Coverstory hat er uns mal ein paar Basics eingeordnet Zum Beispiel zum Thema Händeschütteln.
00:03:39: Da haben ja manche immer noch kein gutes Bauchgefühl mit Der Grundsatz eine dargebotene Hand wird nicht abgelehnt geht deshalb als veraltet.
00:03:47: Die beste Alternative, die Hand aufs eigene Herz legen.
00:03:50: Das sei eleganter als ein Fistbump und mit großer Wahrscheinlichkeit auch eleganther als mein Eingangs erwähnter Fußgroß.
00:03:57: Zum Thema Dutzen und Sitzen hat sich laut von Hoyos wenig verändert.
00:04:01: Nur die oder der Hierarchie höhere darf der oder dem Hierarchien niedrigeren das Tu anbieten.
00:04:06: Titel sind eine Höflichkeitsbekundung.
00:04:09: Sie in der mündlichen oder schriftlichen Anrede zu verwenden, kann nur vorteilhaft sein.
00:04:13: Eine Pflicht jemanden mit dem akademischen Grad zum Beispiel Doktor anzusprechen gibt es jedoch nicht denn sie sind Nicht-Bestandteil des Namens.
00:04:20: Small Talk Klassiker die immer gehen?
00:04:22: Woher sind sie angereist?
00:04:24: womit beschäftigen sie sich am liebsten?
00:04:26: wie häufig waren sie schon auf dieser Veranstaltung?
00:04:28: Tabuthemen beim ersten Kennlernen gibt's natürlich auch Politik Krankheit Tod Religion Sex und Geld.
00:04:35: Umgangsform im Job nennt Clemens Graf von Hoyos übrigens Softlaws.
00:04:40: Sanfte Gesetze sind es deswegen, weil man beim Regelverstoß zwar nicht wirklich ins Gefängnis kommt – allerdings zumindest mit Heme und Ausgrenzungen rechnen kann.
00:04:49: Ein unangemessener Scherz kann heutzutage zum Beispiel die Karriere kosten!
00:04:52: Was aber kann man tun wenn man Zeuge oder Zeugen einer rassistischen oder sexistischen Bemerkung vom Chef oder der Chefin wird?
00:04:59: Dazu sagt er Lachen sie nicht, auch nicht aus Höflichkeit.
00:05:03: Wenn Sie den Witz als absolut unangemessen empfinden dann thematisieren Sie das und wechseln das Thema!
00:05:09: Wenn es im entscheidenden Moment an Schlagwertigkeit fehlt kann man sich eine Antwort zurechtlegen die erst einmal Zeit schindet und Distanz schafft.
00:05:15: zum Beispiel habe ich's hier richtig verstanden?
00:05:17: Dann kann man mit einem ruhigen Ich finde Ihre Bemerkung unangemessen fortfahren.
00:05:21: Carti Ernst, CEO und Co-Founder von Ouya sagte uns zu dem Thema übrigens – wenn in meiner Gegenwart ein rassistischer oder sexistischer Kommentar fällt, lass ich das nicht unkommentiert.
00:05:32: Was du gerade gesagt hast ist nicht okay!
00:05:34: Das kann zur unangenehmen Situation führen aber ich empfinde es als meine Pflicht mich als Teil der Mehrheitsgesellschaft neben Betroffene zu
00:05:40: stellen.".
00:05:41: Und das klingt meiner Meinung nach genau richtig….
00:05:44: Übrigens, all diese Inhalte habe ich euch aus der aktuellen Strife rausgesucht.
00:05:48: Wenn ihr noch mehr zum Thema lesen möchtet, sichert euch doch einfach eure eigene Ausgabe in unserem Online-Shop am Bahnhof oder am Flughafen!
00:05:56: Aber zurück zum Thema.
00:05:57: Ich weiß, ich hab am Anfang gesagt Umgangsform und Höflichkeiten sind oft Auslegungssache.
00:06:03: Bei meiner Recherche zum Thema habe ich aber auch ein paar zum Teil auch skurrile Fakten herausgefunden.
00:06:08: Hier mal einen Überblick seventy-fünf Prozent der Deutschen meinen laut einer Umfrage von YouGolf, dass man früher höflicher zueinander war.
00:06:15: Laut einer Studie von Forschenden in der Universitäten Lübeck und Zürich sowie der Feinberg School of Medicine in Chicago hängen Großzügigkeit gegenüber Mitmenschen direkt mit dem eigenen Glücksempfinden zusammen.
00:06:27: Das Sprachlernportal PREPLE.com hat mit einer Studie außerdem ermittelt, welche die unhöflichste Stadt Deutschlands ist.
00:06:34: Dafür haben sie mit mehr als eineinthausend Fünfhundert Menschen aus den zwanzig größten Städten Deutschlands zu Themen wie Verhaltensweisen in der Öffentlichkeit gesprochen und danach kategorisiert, wie höflich Sie waren.
00:06:45: Spitzenreiter der unhöflichsten Städte isst Essen.
00:06:48: Absoderweise findet sich nur zweizig Kilometer davon entfernt – mit Bochum wiederum die höfliche Stadt!
00:06:54: Unsere heutige Gesprächspartnerin Katja Kessler wohnt zwar nicht in Bochum, sondern in Potsdam und trotzdem ist sie eine super Gesprächspartnerin für alles was Umgangsformen im Business betrifft.
00:07:05: Sie ist tatsächlich promovierte Zahnärztin, war lange als Journalistin und Autorin tätig und hat als Bildkolumnistin vier Jahre lang über die High Society berichtet.
00:07:14: Außerdem publizierte sie in der FHZ – Der Für Sie und In der Welt am Sonntag und half unter anderem Dieter Bohlen bei gleich zwei seiner Biografien.
00:07:23: Heute ist Katja Kessler Interior Designerin und gestaltet Familienwillen, Office-Hotspots oder auch mal ganze Theaterräume um.
00:07:30: Und so vielseitig wie ihr Lebenslauf sind auch ihre Erfahrungen zum Thema Höflichkeit und Umgangsform – genau darum geht es jetzt auch im Gespräch mit Katharina Wolff!
00:07:39: Ich wünsche euch wie immer ganz viel Spaß beim Hören!
00:07:45: Werbung.
00:07:53: Dabei zeigt eine Studie von Deloitte, dass Investitionen in psychische Gesundheit der Mitarbeitenden einen der besten Investition für Unternehmen überhaupt sind.
00:08:01: Und hier kommt unser Partner OpenUp ins Spiel!
00:08:04: OpenUp bietet Mitarbeiterinnen von über sixhundertfünfzig Unternehmen unbegrenzten Zugang zur Online-Beratung mit zertifizierten PsychologInnen sowie Gruppensitzungen, Achtsamkeitskurse und mehr.
00:08:15: Das sind über zwanzig Sprachen anonym und innerhalb von vierundzwanzig Stunden.
00:08:19: Wenn ihr jetzt Lust habt, den ersten Schritt in Richtung psychische Gesundheit für euer Unternehmen zu gehen, könnt ihr eine Demo auf openup.de buchen und dabei könnt ihr gerne auch angeben das ihr über unseren Podcast von Open Up gehört habt.
00:08:31: Den Link dazu findet ihr in unserer Folgenbeschreibung Werbung Ende
00:08:40: Liebe Frau Kessler herzlich willkommen bei Stryphab Your Life.
00:08:43: Wir freuen uns ganz doll dass Sie jetzt auch im Podcast mit dabei sind Denn sie sind ja schon einer der tollen Protagonistinnen aus unserem Business Knigge.
00:08:51: Liebe Frau Kessler, als wir sie angefragt haben für den Businessknäge.
00:08:54: Was haben Sie denn da gedacht?
00:08:55: Als Sie gehört haben dass wir so was schreiben.
00:08:59: Was habe ich gedacht?
00:09:00: Ich hab gedacht es ist doch erstaunlich wo man plötzlich überall Experte ist.
00:09:03: also bislang habe ich mich eigentlich nicht als Businessknegeexperte empfunden aber dann festgestellt das ich doch mehr weiß als ich dachte.
00:09:11: Das ist doch schön, dass wir aus Ihnen was Geheimes quasi rausgekitzelt haben.
00:09:14: Was Sie bei sich selber noch gar nicht hatten.
00:09:15: also ich kann nur sagen es hat sich gelohnt mit ihnen zu sprechen.
00:09:18: alle die das nachlesen wollen kaufen sie natürlich bitte den Business Kniggen.
00:09:22: da geht es ja darum so ein bisschen wie habe die große Frage in den Raum gestellt how to behave in business und uns ganz verschiedene unterschiedliche Dinge in der Wirtschaftswelt sag ich mal oder die zur Wirtschaftswelt gehören angeschaut.
00:09:33: warum braucht es denn aus ihrer Sicht solche Regeln überhaupt noch?
00:09:38: Ach, ich finde Regeln super!
00:09:39: Sie geben Sicherheit und Orientierung.
00:09:41: Es ist sozusagen ein Werkzeug, ein Tool in meiner Werkzeugkiste das ich benutzen kann wenn ich es will.
00:09:48: Ich sage immer daneben benehmen von Kopfstoßen Das kann jeder aber wissen wie man kommunizieren muss.
00:09:54: Das ist wirklich eine Kunst Und sie hilft einem ja auch ans Ziel zu kommen.
00:09:57: Deswegen ist das etwas für mich und gar nicht so sehr für die anderen Wenn ich benehm beherrsche
00:10:03: Den Knigge gibt es ja schon lange, der sich aber ganz viel also auf Umgangsform untereinanderbezieht.
00:10:07: Aber wenig auf die Wirtschaftswelt!
00:10:09: Wir haben uns die Wirtschaftswelt besonders vorgeknüpft weil wir das Gefühl hatten dass sich da gerade seit Corona auch eine ganze Menge verändert hat.
00:10:16: Was würden Sie denn sagen in Ihrem Wirtschaftsumfeld sag ich mal?
00:10:20: In Ihrem Beruf aber von mir aus auch gerne wie gesagt privat.
00:10:23: was hat sich denn da so in den letzten Jahren in dem Miteinander verändert?
00:10:26: für sie?
00:10:29: Also alle sind ja jetzt Duzi Sie und man überreicht sich auch nicht mal die Besichtenkarte, sondern man scant irgendwelche QR-Codes.
00:10:38: Also man lässt sozusagen die Handys miteinander schmusen ja?
00:10:42: Und die können sich dann die Kontaktdaten per AirDrop weiterleiten.
00:10:47: also es ist sehr technisch geworden und gerade das ist das Problem über die Technik, über diese E-Mails gerne mit thirty Leuten NCC wird das Ganze nicht besser nur größer.
00:10:59: Wie stehen sie zu Sprachnachrichten?
00:11:02: Also, ich hasse sie.
00:11:05: Jetzt ist es raus.
00:11:06: Ich kann das gut verstehen!
00:11:08: Meine Freunde, die das Hörner mir Sprachnachrichten schicken.
00:11:11: bitte seid nicht böse dass es jetzt erst aus mehr draus bricht und noch nicht vorher.
00:11:16: Die nötigen ein Jahr.
00:11:17: also ich muss so sprach Nachrichten ja von Anfang bis Ende hören um herauszufinden ob sich da doch noch uns in Ostereideren versteckt.
00:11:26: Und ich habe lieber eine WhatsApp, ehrlicherweise.
00:11:28: Die kann nicht lesen wenn ich lustig bin und vor allen Dingen auch ohne dass sich jetzt irgendwie das was ich dann parallel noch mache.
00:11:36: Ich geh auch zu denen die in einem Teams Konferenz sitzen und parallel ihre E-Mails und Whatsappen checken.
00:11:40: also das kann ich halt daneben her machen und deswegen bin ich ein großer Fan von keine Sprachnachrichten.
00:11:46: Ganz viele haben, wir haben das auch in den Businessknegel sehr gut beschrieben oder auch beschreiben lassen vielmehr.
00:11:51: Ich finde es gibt so ein bisschen Gefälle dabei.
00:11:53: da haben ganz viele uns für ein bisschen was heißt verrückt erklärt.
00:11:56: aber wo man die uns gesagt haben wieso?
00:11:58: das ist doch heutzutage modern.
00:11:59: jeder kommuniziert jede kommuniziert in der form wie er oder sie will.
00:12:04: ich finde dass ist schon etwas wo man sich eigentlich über das über das das wohl des anderen fasziniert.
00:12:09: also das problem Von mir auf das Problem von Ihnen vielleicht verlagert mit Sprachnachrichten.
00:12:16: Wenn wir da mal reingehen, was löst das aus?
00:12:22: Also ich sag mal so es gibt doch diesen guten Satz, ich weiß gar nicht aus welcher Disziplina stammt aus der Juristerei.
00:12:27: also meine Freieinheit endet da
00:12:30: wo die...
00:12:31: Freiheit des anderen sozusagen beeinträchtigt wird und ich glaube ähnlich entfällt es sich mit Comfort Zones.
00:12:37: Also wenn ich es mir möglichst komfortabel mache, muss ja irgendwie die Rechnung zahlen dem wie der andere, der diese Sprachnachrichten abhören muss.
00:12:45: und mir geht das so.
00:12:46: also vielleicht bin nicht die verschwindende Minderheit.
00:12:49: Ich finde diese sprach Nachrichten sind ganz oft hingeschluhrt.
00:12:53: Also jemand drückt aufs Aufnahmeknöpfchen und was ihm gerade durch den Sinn kommt wird erzählt gern noch zweimal.
00:13:02: Ich finde, die Disziplinlosigkeit des anderen muss ich mit extra Hirnschmalz kompensieren.
00:13:13: Und stückweit ärgert mich das.
00:13:15: Da wird meine Zeit in Anspruch genommen und ich finde gerade was Business angeht ist das nicht okay.
00:13:22: Also privat mag das noch angehen dass jemand so ein Schwätzchen hält auf dem Telefon?
00:13:28: Aber in Business Matters, finde ich ist das ein Nogo.
00:13:33: klingt gar nicht verrückt, ich bin total bei Ihnen.
00:13:35: Woher kommt diese Veränderung?
00:13:37: haben wir uns auch gefragt?
00:13:38: Corona hat das mit Sicherheit noch mal befeuert.
00:13:40: aber und reden wir auch immer über das schreckgespenst der Gen Z wozu es auch schon Podcasts bei uns gab wo es ja auch ganz unterschiedliche Colour gibt also junge Menschen die genauso ticken wie sie und ich.
00:13:52: also wobei ich mich wahrscheinlich eher zu den sechzigjährigen erzählen müsste wenn ich mir angucke wie ich mich verhalte in welche Generation ich vielleicht passen würde.
00:14:00: Wie hat sich, wodurch hat sich das verändert?
00:14:02: was war da Kataly...
00:14:04: Also ich glaube, dass die Tendenz zunimmt sich selber als Mittelpunkt des Universums zu sehen.
00:14:10: Und ich glaube auch zu bemerken das die Belastbarkeit der Leute nachlässt.
00:14:14: also das hat auch mit der Demografie zu tun.
00:14:17: also wir ja ich Jahrgang neun und sechzig Ich musste mich wirklich noch anstrengen weil es von meiner Sorte ganz viele gab.
00:14:25: Wir haben es jetzt mit so einer umworbenen Generation zu tun, die ihren Wert weiß.
00:14:29: Weil das von ihr einfach viel weniger gibt und weniger als wir eigentlich brauchen.
00:14:34: Und um es mal vielleicht ein Bild zu bringen dass ist diese junge Generation die immer mit dem Auto zur Schule gefahren worden ist.
00:14:41: also der gesagt wurde Du darfst viel und der weniger gesagt wurde, du musst auch etwas.
00:14:48: Und ich glaube das zieht sich durch alle Business-Ebenen, dass du unterschiedliche Belastbarkeiten hast.
00:14:58: Das äußert sich schon daran... Ich finde, ältere Kollegen oder älteren Geschäftspartnern mit denen ich zu tun habe sind deutlich weniger krank als die Jungen!
00:15:09: Und ich glaub nicht, ist es genetisch?
00:15:11: Ich glaube nicht, dass die alle das zwanzigjährigen Schnupfensyndrom haben oder das dreißigjährige was auch immer.
00:15:19: Sondern ich glaube es ist so eine Mentality-Frage wie ich mich selber fordere oder mich auch fordern
00:15:25: lasse.".
00:15:26: Und auch vielleicht, wie viel ich auf andere eingehe?
00:15:28: Ist der Generationen oder uns gerade allen als Gesellschaft ein bisschen abhandengekommen?
00:15:34: Ach, total.
00:15:37: Ich glaube es ist auch typabhängig.
00:15:38: Also ich bin zum Beispiel jemand... ...ich bin ja immer sehr schnell bereit den anderen in ihrer Meinung über mich rechtzugeben.
00:15:46: Wenn man das vielleicht mal so aufdröselt, also ich schlag mich schnell auf die Seite meiner Feinde und gehe dann ordentlich kritisch mit mir ins Gericht.
00:15:53: Das hat aber nichts mit Alter zu tun sondern mit meiner Konditionierung.
00:16:02: Gleichzeitig glaube ich, dass vieles... Heute sich auch verändert einfach durch die Sprache, die wir gebrauchen.
00:16:11: Ich glaube das Sprache früher präziser war vielleicht nicht so bunt in Business-Fragen aber sie war präciser.
00:16:19: also heute geht es ja um Kickoff und Town Hall und All Hands and Keep Me In The Loop.
00:16:25: Und da ist viel Wort geklingelt und ich erwähne nochmal die E-Mail den man gern versteckt mit thirty fünf Leuten im CC und ich habe ganz oft das Gefühl auch viel um Cover My Eyes, sich absichern nach dem Motto ich habe es ja geschrieben hast du es einfach nicht gelesen.
00:16:47: und das sozusagen die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen.
00:16:53: Die Bereitsschaft auch mal eine Entscheidung zu fällen also sich vorzutun oder vorzuwagen hat nachgelassen.
00:17:03: Was finden Sie total unprofessionell im Arbeitskontext?
00:17:31: Frustrierendes und brüßkierendes.
00:17:35: Und macht mich wahnsinnig wütend!
00:17:38: Also, mich kann man gar nicht so Wüten machen mit einer E-Mail wo Frechheiten drin stehen wie mit einer e-mail die ich gar nicht als kriege.
00:17:45: Das ist eine Unart wirklich blöd.
00:17:48: Wirklich blöd lässt den anderen ganz doof aussehen.
00:17:51: Ist ja auch beabsichtigt.
00:17:52: Das ist was, das habe ich mich auch gefragt.
00:17:54: Weil ich kenne dieses ganze Phänomen des Ghostings.
00:17:56: Ich habe früher jede einzelne meiner Mails beantwortet und wirklich jede Einzelne weil ich das unfassbar unhöflich finde nicht zu antworten.
00:18:02: Seit Strive komme ich nicht mehr.
00:18:04: bei jedem Themenvorschlag wenn Ungefragt-Mails geschrieben werden muss sich leider manchmal darauf zurückgreifen.
00:18:10: aber das machen ja ganz viele Menschen mitten in der Konversation tatsächlich.
00:18:14: Woher kommt dass?
00:18:15: Dass das auf einmal eine neue Rutzbe oder ist es einfach ein neuer, neuer Stil, neue Zeitgeist?
00:18:22: Immer und immer mehr tatsächlich.
00:18:23: Ich erlebte es auch.
00:18:27: Also ich glaube schon, dass das mit Rutzbe zu tun hat.
00:18:29: also man macht ja das wo was andere Leute sich dann irgendwie auch gefallen lassen Und ich glaube ist auch der Faulheit geschuldet Jetzt irgendwie noch zehn Minuten länger am Computer sitzen und eine Antwort-Email schreiben muss.
00:18:41: Dabei ist das Wetter draußen so schön, dann wüsste ich auch was ich lieber machen
00:18:45: möchte.".
00:18:46: Und dann kommt ja oft mein Lieblingswort Disziplin.
00:18:50: also ich glaube gute Arbeiten oder überhaupt arbeiten miteinander.
00:18:53: Das geht eben nicht ohne Disziplinen.
00:18:55: es ist eben nicht nur zusammen Kaffee trinken und ein Meeting haben sondern es ist auch stumpf Dinge abarbeiten.
00:19:02: aber mir ist noch eine Sache eingefallen die ich ganz Blöd finde und zwar dieses, also man kriegt Meetings manchmal mal reingedrückt, um gefragt zu werden.
00:19:15: Also plötzlich solidarisiert sich mein Outlook mit meinem Geschäftspartner Teamsmeeting, Donnerstag, zwölf dreißig und es ist ein bisschen Fugefriss oder Stürb.
00:19:28: Also diese miteinander vernetzten Systeme erlauben das man sozusagen auf den anderen Einfluss nimmt was früher so nicht der Fall war.
00:19:37: also ich stelle mir das so vor früher wenn ich in meiner Stufe saß und das Telefon hat geklingelt und ich habe den Hörer neben die Gabel gelegt dann war Schluss!
00:19:45: Da war Ruhe.
00:19:46: Und heute so das Telefon blippt, die ihm
00:19:51: mehr
00:19:52: erinnert an ja auch der Screen irgendwie schon im Viertelstundentag daran dass es jetzt gleich losgeht mit dem Meeting.
00:19:58: also man ist schon sehr in Beschlag genommen.
00:20:01: Wenn wenn man Nogo bei Ihnen überschreitet also nehmen wir mal an man hat eine Mail nicht beantwortet ihnen vier Minuten Spranachricht oder so auf Band gequatscht was passiert dann?
00:20:09: wie gehen Sie damit um?
00:20:11: Indem Sie zurückgerusten oder so, indem Sie Ihre Meinung sagen.
00:20:14: Weil das ist etwas, was mich total beschäftigt.
00:20:16: Ich glaube ganz häufig bin ich auch ein viel zu ehrlicher Mensch und kriege viel zu häufig die Quittung dafür, dass ich viel zu ehrlich sage, was sich daran nicht gut fand.
00:20:24: Wie gehen Sie damit um?
00:20:26: Ich gestehe, dass an diesem Ehrlichkeitsfaktor dem kommunikativen Ehrlich- keits Faktor, wie ich immer nennen möchte, da muss noch ein bisschen arbeiten.
00:20:33: Also ich bin jetzt nicht unbedingt die, die den anderen meine persönliche Meinung auf die Nase bindet weil ich es manchmal ja auch nicht relevant finde.
00:20:42: Also, wenn ich jetzt gefragt werde wie findest du diesen Stuhl oder die Lampe?
00:20:47: dann sage ich ganz klar gut schlecht oder vielleicht aber ob ich jemanden jetzt nochmal irgendwie erklären muss dass sich seine Art-Emails zu schreiben oder wenn ich gefragt wäre wie findeste das?
00:20:59: da würde ich immer denken kommen fünf ist eine gerade Zahl.
00:21:03: Oh, das dem mache ich kein Goethe mehr.
00:21:05: Da würde ich wahrscheinlich immer eher den diplomatischen Weg einschlagen.
00:21:11: Aber mir passiert es wenn ich so richtig eine Weile irgendwie vor mich hingeköchelt habe dass ich dann schon sage was Sache ist.
00:21:24: also ich hatte folgende Situationen kürzlich Ich habe einen Termin gehabt, auf den ich mich eingestellt habe.
00:21:30: Und denen hat derjenige verschoben mit den Worten her und zu.
00:21:33: Und ich muss zum Junggesellenabschied und so... ...und dann sagte ich das ist prima aber wir haben ja heute erst Mittwoch und er sagt Ja, ich war bei schon Donnerstag.
00:21:43: Dann sage ich okay!
00:21:44: Dann können wir ja am Montag sprechen.
00:21:45: Nein also im Montag bin ich wahrscheinlich noch ziemlich betrunken.
00:21:48: Oh Gott!
00:21:49: Wie?
00:21:50: Wow!
00:21:50: Ja
00:21:52: Also too much information.
00:21:55: Ich fühlte so einen Zorn in mir auffallen, eine Empörung.
00:22:00: Also noch nicht mal darüber dass er saufen geht das soll er ja halten wie er will.
00:22:04: aber mir das zuzumuten diese krude Geschichte Das fand ich sowas von zu viel.
00:22:11: und dann habe ich diesen Menschen ordentlich die Meinung gegeigt und es hat wahnsinnig gut.
00:22:18: also daran hätte ich das gern häufiger weil da das war super.
00:22:24: Das ist für mich auch so bisschen meine Frage, wie viel Ehrlichkeit die Businesswelt tatsächlich verträgt.
00:22:27: Weil abgesehen davon von Feedback geben was?
00:22:29: da sind sie viel schlauer als ich weil ungefragtes Feedback will eh niemand.
00:22:33: deswegen habe ich mich damit auch immer mehr zurückgehalten.
00:22:36: aber gerade so beim Absagen zum Beispiel wenn ich eingeladen werde zu einer Veranstaltung wo ich sage nee das ist mir entweder zu klein oder zu weit weg oder keine Ahnung war es also zu weit Weg kann man vielleicht noch sagen.
00:22:45: manchmal hat man ja vielleicht auch einfach nur mal keine Lust.
00:22:48: das schreibt man ja so eigentlich wahrscheinlich nicht zurück sondern sagt man Ich muss leider absagen anderen Termin oder so.
00:22:53: Wie viel Ehrlichkeit verträgt die Business-Welt da?
00:22:57: Also wo wir jetzt gerade eben über Wut und Empörung gesprochen haben, ich mach das... oft wütend, wenn Leute sagen ich bin halt so eine ehrliche Haut.
00:23:04: Ich sag was ich denke und ich denke du bist halt echt ne schlappe Socke und machst es dir einfach das die Wahrheit?
00:23:11: Also natürlich ist es immer irgendwie viel einfacher zu sagen oh du weißt jetzt hier so gemütlich auf der Couch und so und ich habe keine Lust.
00:23:17: ja klar ist dass die Wahrhalt.
00:23:18: aber was soll ich mit der Information anfangen?
00:23:20: als Gastgeber also soll ich mich freuen soll ich mir besonders gut darüber fühlen und dieses jedem irgendwie die eigene blöde Wahrheit aufträngen finde Echt ein Unding.
00:23:33: Aber wenn wir jetzt mal noch über das eingeladen werden sprechen, also ich bin ja ein großer Freund davon dann lieber doch irgendwie eine Magen-Darm-Grippe an sich diagnostizieren oder sagen die Schwiegermutter kommen.
00:23:46: Ich würde so gerne dabei sein aber leider, leider behalten auch alle ihr Gesicht und das finde ich schon richtig.
00:23:53: Findest du es richtig dem Gastgeber der eingeladene haben sich die Mühe macht das Gesicht zu lassen?
00:23:57: Ja
00:23:57: Ich glaube, Wethys nur, dass man es sich permanent macht.
00:23:59: Weil ansonsten lebt der Gastgeber oder die Gastgebrin wahrscheinlich nicht mehr ein!
00:24:04: Leute sind ja auch nicht doof.
00:24:05: Ehrlicherweise sind sie gut nicht douf und natürlich wird jeder sich seinen Teil denken.
00:24:10: aber ist das ja fein.
00:24:11: Es ist irgendwie so lange ich jetzt nicht als der Vollhonk dastehe zu dessen Party niemand kommen möchte.
00:24:18: bin ich damit okay.
00:24:20: Wie gehen Sie mit No-Shows um?
00:24:21: Also wenn bei Ihren Partys oder Veranstaltungen oder so jemand einfach nicht kommt ohne abzusagen, wird der oder diejenige noch mal eingeladen?
00:24:29: Man kennt ja seine Pappenheimer!
00:24:32: Man weiß ja wie diese sind und ich finde ja... also habe ich ein großer Fan von Tischordnung.
00:24:40: Tatsächlich ist es so, in meinem Kopf gehen alle irgendwie beschwingend zum Kühlschrauben, holen sich selber ihr Bier und unterhalten sich prächtig alle miteinander.
00:24:48: In Wahrheit stehen die ja dann doch etwas stiff in der Gegend rum und man muss ihnen ein Getränk aufdrängen und
00:24:54: hilft
00:24:55: gerade Leuten, die nicht so kommunikativ stark sind sehr wenn man ihn an Pfeffchen einen guten Platz irgendwie.
00:25:02: organisiert zwischen zwei Vielsprechern.
00:25:05: Und Leute, über die ich weiß, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass sie nicht oder spät kommen, die kriegen dann bevorzugtes Plätzchen am Tischende und so geht sich das raus.
00:25:15: Das freut mich wenn Sie da sind, Sie fehlen aber auch nicht, wenn Sie nicht
00:25:18: kommen.".
00:25:18: Wenn jemand so ein No-Go begeht gibt es Menschen aus ihrem Netzwerk aussortieren?
00:25:23: Also machen Sie so richtig nicht nur Netzwerkpflege im Sinne des Netzwerksaufbaus sondern auch Aussortierung?
00:25:31: Ich nehm die alle, also ich bin wie die Kirche.
00:25:33: Ich freu mich
00:25:34: über die Kirchen!
00:25:36: Die Weit ist aber auch... Ich bin da jetzt nicht so tief drin.
00:25:42: Dieses Netzwerkthema ist für mich sowieso ein befremdliches.
00:25:47: Da kommt man ja gerne zusammen und Leute kommen gerne zusammen in diesen Netzwerken.
00:25:52: Und fühlen sich da auch gut, mindestens auch wichtig und trinken viel und gerne.
00:25:58: Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass anschließend genau gar nichts passiert.
00:26:03: Und Netzwerk klingt ja viel besser als Stammtisch.
00:26:09: Und Stammtest ist also gut!
00:26:10: Aber wo ist eigentlich der große Unterschied zwischen dem Stamm-Tisch und den Netzwerk?
00:26:19: Ich habe ein Netzwerk im Sinne von, dass ich social-mediamäßig gut vernetzt bin.
00:26:24: Es ist aber nicht so, dass sich jetzt regelmäßig und fleißig zu irgendwelchen Networkmeetingstrabe da bin ich eher zurückhaltend Okay.
00:26:36: Ihre ganzen Kontakte haben Sie jetzt ja auch tatsächlich in Ihr neues Jobfeld eingebracht, wo sie als Interior-Designerinnen ganz viele Häuser und Wohnungen designen dürfen?
00:26:45: Wie viel ist denn da dabei?
00:26:46: was zum Beispiel?
00:26:47: also sind da auch Büros dabei die sich ausstatten und wird das immer mehr gefordert weil der Büro mittlerweile ein Teil unserer Wohnung oder unseres Hauses.
00:26:57: Also ehrlicherweise waren die Büros meinen Coming-out.
00:27:03: Ja, also es war so dass ich mein Mann... Es ist halt so das E-Männer nicht nur nerven sondern manchmal ein paar Sachen bringen und in diesem Falle unbewusst und unbeabsicht fragte er mich ob ich nicht sein Office damals am Tempelhofer Ufer in Berlin ein bisschen menschenfreundlicher gestalten könnte.
00:27:26: Ich bin da mit meinem Räumkommando hin.
00:27:28: Ich habe schon immer seit zwanzig Jahren Bauch um und Stage, wie man das so schön sagt.
00:27:35: Also ich hab keine Menge Handwerker und wir gingen dann in diese Räumblichkeiten an zwei Wochenenden.
00:27:39: Und ich hab ja mit dem ganzen alten Zeugs was ich sammle... ...ich hatte eine Lagerhalle voll mit alten Beichtstühlen und Gedöns, wieman sagen würde.
00:27:49: Das habe ich da so verteilt und anscheinend habe ich Fotos gepostet in meinem sozialen Netzwerk.
00:27:54: Und dann hat sich eine Firma gemeldet, das Hamburg und fragte, hey, können wir das auch haben?
00:28:00: Und ich so,
00:28:01: klar.
00:28:02: Das ist ja wohl mal nicht so schwer.
00:28:05: Und mit einem Mal kam der Stein ins Rollen.
00:28:07: Dann fragten die Nächsten an und noch die nächsten und noch den nächsten.
00:28:11: Und mittlerweile gesteite ich gerade ein siebzehnstöckiges Büro-Ruchhaus in Bielefeld und habe gerade für Sixen Ad-On Design fertig gemacht oder beispielsweise für Stepstone, also immer Europas größte Online Jobbörse.
00:28:29: Das Headquarter in Düsseldorf mit fünftausend Quadratmetern redesigned Und ich kann nur sagen, follow your style.
00:28:38: Ich war am Anfang wahrscheinlich... Also am Anfang hab' ich mich selber ein bisschen gewundert, in welchen Runden ich mich wieder gefunden habe hatte bestimmt nicht die Ahnung, die ich hätte haben müssen.
00:28:53: Aber ich hatte die Vision und um vielleicht noch einen letzten pastoralen Satz hinterher zu schieben... Ich habe ja vier Kinder und wenn wir so sprechen das ist eigentlich immer meine Botschaft an sie.
00:29:04: also egal was du machst aber mach's mit Überzeugung davon hab' ich viel.
00:29:10: Das ist gut, das ist eine wichtige Lebensweisheit.
00:29:13: Das Büro hat sich ja total verändert.
00:29:14: also als ich mein Büro, also ich habe vor drei zehn Jahren mein erstes Büro ausstatten dürfen als Unternehmerin und da hab' ich in jedes oder damals gab's nur eins, aber mittlerweile haben wir in jedem Zimmer einen Sofa stehen.
00:29:26: Weil ich es total wichtig finde, weil ich immer gesagt hab, wir verbringen noch mehr Zeit im Büro als Zuhause.
00:29:32: Deswegen muss das Büro bei mir heimlich und gemütlich sein und wohnlich sein.
00:29:36: Das hat sich alles verändert, denn wir sind mehr zu Hause als im Bürow also bei mir nicht ganz, aber den meisten!
00:29:43: Was hat das mit der Einrichtung gemacht?
00:29:45: Sind Büros jetzt anders eingerichtet, weil es ein Zuhausbüro gibt?
00:29:49: Oder hat sich da gar nichts verändert?
00:29:51: Also ich habe früher immer geunt, wo ist eigentlich dieser holländische Gartenbaubetrieb der diese Fikusbeniamini mit den drei Blättern produziert.
00:30:00: Also jedenfalls diese schrecklichen Pflanzen die dann irgendwo da sein, fristen... dann doch seelenlosen Büros.
00:30:09: Ich kann nur sagen, ich habe das Privileg nachdem ich früher mal Zahnerstin war und zur schreibenden Zunft gewechselt bin.
00:30:15: Ich konnte immer zu Hause arbeiten um mir sozusagen meinen Arbeitsumfeld selber gestalten Und weiße Wände sind die Abwesenheit von Design Entscheidungen.
00:30:28: Also mit weißen Wänden macht man nichts falsch, aber irgendwie auch nicht so wirklich was richtig.
00:30:34: und wenn es etwas Gutes gibt finde ich an Corona.
00:30:37: Es gibt eigentlich ein paar Aspekte die gut sind an Corona, aber einen Designaspekt.
00:30:40: dann der dass die Menschen höhere Anforderung Stellen an ihr Büro umfällt.
00:30:48: und ich spreche ja gerne jetzt vom Office Home also vom Home Office ins Office Home das sich die Vorteile dich zu Hause erlebt und erfahren habe, nämlich so eine Cosiness.
00:30:59: Eine Flexibilität des Arbeitens.
00:31:01: Also ich kann vom Schreibtisch auf die Cout und neben der Cout steht im besten Fall noch ein Kühlschrank... Und dann nehmen die Gnaships-Tüte, dass ich diese Cosiness mitnehme zum Arbeiten.
00:31:13: Dass sich das beste aus beiden Welten miteinander verheirate und das findet sich in den modernen Office Spaces wieder mit unterschiedlichen Lichtsettings.
00:31:24: also die Arbeitsstätten richtigen Bestimmungen, die ich ja mittlerweile auswendig lernen durfte Und das Wort kommt ohne Stottern über meine Lippen.
00:31:31: Arbeitsstätten richtigen den Bestimmungen, also die sagen sagt ja dass man fünfhundert Lux am Arbeitsplatz braucht da kannst du aber auch einen Blinddarm operieren.
00:31:40: Also es sind so Normen an denen sich ein Office Design entlang hangelt und am Ende fehlt glaube ich die Puste unter Atem dann nochmal darüber nachzudenken ob man vielleicht das Ganze auch in einer Farbe streichen könnte.
00:31:52: Und dann komme ich und sagt, mach doch mal Tapete oder stell doch mal ein Sofa hin!
00:31:59: Warum ist eure Kaffee-Küche eigentlich wie so eine Labor?
00:32:05: Ich finde viele Kaffeeküchen sind so schlauch im Blinddarm, der sich irgendwie an der Officefläche baumelt und wo man reingeht... alles ist irgendwie funktional.
00:32:20: Und gleichzeitig ist es so, wenn man das mal beobachtet.
00:32:23: Da stehen die Leute.
00:32:26: Da treffen sie sich, wenn Sie sich einen Teebeutel in die Tasse hängen.
00:32:28: Wenn Sie sich ein Kaffee holen und Müsli zusammenrühren.
00:32:32: Da gehen sie an den Kühlschrank.
00:32:35: Eigentlich muss man genau diese Fläche highlighten und nicht so dröge und abweisend konzipieren.
00:32:44: Da bin ich ja ganz froh, dass Sie gerade bestätigen.
00:32:46: Dass sich eigentlich alles richtig machen, indem ich mein Office-Cosi mache.
00:32:49: Das
00:32:50: würde ich zumindest bestätigern, weil wir sind beim Businessknicken und die führt erst mal.
00:32:54: jetzt alles was sie sagen toll finden!
00:32:58: Sehr gut, so viel zur Ehrlichkeit!
00:33:00: Liebe Frau Kessler, wollen
00:33:01: wir das nicht jetzt wirklich live vor Publikum?
00:33:03: Ich finde, wir sagen jetzt du
00:33:04: oder?!
00:33:05: Wir switchen jetzt mit, wir machen jetzt das, was alle sagen würden, was man auf keinen Fall tun sollte – wir switchen mitten im Podcast zum Du.
00:33:11: Und Schade, dass es jetzt ohne Film stattfindet.
00:33:13: Weil jetzt haben wir natürlich auch die Flaschen unter der Strecke.
00:33:17: Genau!
00:33:17: Jetzt trinken wir auch noch eine Flasche Rotwein zusammen.
00:33:19: Das machen wir dann beim nächsten Mal.
00:33:20: Liebe Katja ich würde gerne zum Abschluss dieses Business-Knege teils noch drei vier kurze Fragen stellen und dann muss sich natürlich noch einmal ein bisschen deine Meinung zur Bild- und zu Axel Springer hören.
00:33:33: Du selber warst bei Axelspringer bei der Bild.
00:33:36: Dein Mann war Chefredakteur dort.
00:33:38: deswegen muss ich natürlich einmal zu deiner.
00:33:40: Aber wir machen jetzt drei, vier kurze Nachrichten noch.
00:33:44: Kurze Fragen.
00:33:45: Da ich nach den Sprachnachrichten schon gefragt habe, frage ich Calendly?
00:33:48: Ja oder nein?
00:33:49: Findest du das gut oder nicht?
00:33:53: Cal...lendly?!
00:33:54: Calendlly ist ein Tool wo man quasi verschickt.
00:33:57: hier kann sich in meinen Kalender eintragen.
00:34:00: Das ist ja lustig!
00:34:01: Kenne ich nur nicht.
00:34:02: Lade ich mir gleich runter.
00:34:04: Genau, ja.
00:34:06: Also auch da ist es ähnlich wie bei den Sprachnachrichten man lagert das Problem eigentlich zu jemandem anders indem man sagt sucht du dir was aus.
00:34:12: viele andere finden es total toll.
00:34:13: deswegen okay Katja genau händeschütteln gerade in Zeiten von Corona?
00:34:17: Ja oder nein?
00:34:19: Ja unbedingt also ich finde dass es eine sehr vertrauensbildende Maßnahme und nur risken
00:34:27: absolut Freiheit beim Dresscode beachten wenn einer angegeben ist
00:34:33: beachten.
00:34:34: Also ich finde, das ist doch das bisschen Beitrag was sich leisten kann zur Vereinbarung also dass ich mich entsprechend der Kleiderordnung anziehe und vielleicht auch noch ein bisschen gute Laune mitbringe für den Rissunster der Gastgebersorgen.
00:34:47: Cool!
00:34:47: Eine
00:34:48: Out of Office Reply heutzutage zu nutzen während des Urlaubs?
00:34:53: Gut oder nicht?
00:34:53: gut machst du selber?
00:34:56: Ich find das total hilfreich weil man einfach versteht worum der andere nicht antwortet.
00:35:01: Ich mach's nicht, weil ich gehöre zu den Leuten, die lesen ihre E-Mails im Urlaub.
00:35:07: Und das ist wirklich... Da muss ich mal mit mir schimpfen!
00:35:09: Das muss sich ändern.
00:35:11: Ja, das nennt man Workation bin ich auch großer Experte drin.
00:35:16: Weil wir das erbieten.
00:35:18: Es fällt mir ein dass ich es ganz wichtig finde also wo ich auch mit mir selber schimpfe muss was ich mich daran halte und ich finde man sollte sich dran halten keine E-mails nach achtzehn Uhr zu verschicken also auch zu respektieren dass der andere jetzt Feierabend hat Tschüss und Wochenende.
00:35:32: Und nicht denken, oh das hau ich noch mal kurz raus?
00:35:34: Dann hab' ich's erledigt und Leute wie ich lesen das dann um zwanzig Uhr abends vom Italiener und kriegen Stress.
00:35:42: Katja, ich habe ja eben schon angekündigt dass ich jetzt natürlich einmal fragen muss.
00:35:45: ne und mir ist klar, dass es wahrscheinlich schwierig ist da jetzt für dich zu antworten.
00:35:48: die ganzen Umstrukturierungen bei der Bild nenne ichs mal vorsichtig sind ja sehr bekannt oder sehr groß durch die Presse gegangen.
00:35:56: nun führt eine Frau zum aller ersten Mal alleinig als Chefredakteurin die Bild Du als ehemalige Mitarbeiterin der Bild, dein Mann als ehemeiliger Mitarbeiter der Bild.
00:36:05: Ihr als Ehepaar was sich mit der Bild natürlich lange beschäftigt hat Wie schaut ihr da drauf?
00:36:11: Wie kriegt ihr das mit?
00:36:11: Was denkst du dazu?
00:36:12: Einfach wirklich deine persönliche Meinung.
00:36:15: Also ich muss mal dazusagen dass ich tatsächlich um sechzehn Jahre mit der bild ins Bett gegangen bin also mit dem Gedanken Nämlich die Zeit, in der mein Mann dort Chefredaktor war.
00:36:27: Aber das ist jetzt auch schon ein halbes Jahrzehnt her und ich selber bin seit zwanzig Jahren nicht mehr bei Bild.
00:36:31: Das heißt also ich nehme die Zeitung wahr als Zeitungs- und Internetleserin Und ich kann nur sagen und da...das ist mir auch wichtig.
00:36:43: Ich in meiner Zeit bei Bild habe dann nur die allerbesten Erfahrungen gemacht Dort die beruflichen Chancen geboten bekommen, die mich letztendlich dorthin haben kommen lassen, wo ich jetzt bin.
00:36:54: Ich habe dort meinen Mann kennengelernt mit dem ich jetzt zweiundzwanzig Jahre verheiratet bin und einen zwanzig jahre verheiralte.
00:37:02: Und ich würde sagen das Go der Menschen, die bei Bild arbeiten tun das hochprofessionell und voller Leidenschaft.
00:37:08: umso trauriger macht es mich natürlich dass jetzt so einseitig oder so ein seitig Nachrichten im Vordergrund stehen.
00:37:17: Es erzählt nicht die ganze Geschichte, meinst du?
00:37:21: Ich kann nur sagen ich finde es ist super dass es jetzt eine Chefredakteurin gibt aber es gab ja schon mal Internetkoch auch eine Chefin dort.
00:37:34: Aber durch Marion Horn wird sich jetzt die neuen Chefredaktoren wahrscheinlich schon in der Kultur der Bild.
00:37:38: also du sagst selber du hast das anders erlebt oder gute Erlebnisse gehabt.
00:37:44: unter Julian Reichelt haben wir nun offensichtlich viele Frauen gelitten, also gehen ja immer mehr Frauen in die Öffentlichkeit.
00:37:50: Glaubst du das da?
00:37:51: In der Kultur sich jetzt wirklich was verändern wird?
00:37:53: oder ist es am Ende so lange da ein Döpfner sitzt?
00:37:58: Wird die Kultur von Axel Springer auch innerhalb der Bildredaktion bleiben?
00:38:01: wie viel Einfluss hat der Axelspringer auf einen Medium wie die Bild zum Beispiel?
00:38:04: Das kannst du von Ihnen glaube ich besser abschätzen.
00:38:06: Also ich sag nochmal diese Kultur von Axel Springer, von der du jetzt gerade sprichst habe ich nicht erlebt.
00:38:12: Ich habe einen Umfeld erlebt was mich extrem gefördert hat und mir Chancen eröffnete die ich so nirgendwo bekommen hätte.
00:38:22: Und ich muss dazu sagen ich hatte keinen Voluntariat, ich kam da als Quereinsteigerin rein und sie haben sich auf mich eingelassen.
00:38:28: Sie haben ungeachtet meiner beruflichen Expertise die ich definitiv nicht hatte einfach gesagt okay Insofern kann ich eigentlich nur ein hohe Lied singen auf die Strukturen dort, die flach sind und jedem eigentlich ermöglichen dort Karriere zu machen.
00:38:47: Und seinen Leidenschaften und seinen Skills auch zu folgen.
00:39:00: Das ist der Auswüchse gegeben hat steht völlig aus der Frage.
00:39:05: Es ist jetzt ein sehr guter getan, dass diese Frauen an die Öffentlichkeit gegangen sind.
00:39:09: Dass da jetzt Licht drauf scheint und ich bin mir sicher, dass sich da ganz viel ändern wird.
00:39:18: Aber ich will einen anderen Gedanken vielleicht mal mit dir teilen den ich wichtig finde.
00:39:23: Ich glaube zwar einmal kurzfristig im Gespräch also eben vor dem Hintergrund um zu verhindern das da irgendwelche Muschellein Dass er irgendwas stattfindet, dass jeder jetzt annunzieren soll bei Bild wenn er eine Beziehung zu irgendwieem hat.
00:39:41: Und ich denke das ist Lebensfern.
00:39:44: Also wenn ich jemanden kennenlerne dann weiß ich ja gar nicht was es ist.
00:39:47: also jede Beziehungs-One Night Stand bevor sie zum Two Night Stand wird.
00:39:52: oder.
00:39:53: und da kommen wir schnell in einen Bereich der so wahnsinnig viele Fragen aufwirft.
00:39:58: Also wie macht man es eigentlich in Zukunft?
00:40:00: Dass man's besser machen möchte, auf jeden Fall Haken hinterfinde ich wichtig und finde ich wichtig!
00:40:06: Der Weg dorthin ist mir noch nicht ganz
00:40:09: klar.
00:40:10: Liebe Katja vielen Dank für deine Meinung, für deine Einschätzung, fürs Gespräch.
00:40:14: Ich find das total spannend was deine Meinung dazu zu hören.
00:40:17: deswegen vielen vielen dank für deine Zeit.
00:40:19: alle die mehr wissen wollen können dich im aktuellen Strife magazine
00:40:22: lesen.
00:40:23: Tschüss Katharina
00:40:27: Dieser Podcast wird herausgegeben von Strife Publishing GmbH und produziert von Aufwellenlänge.
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00:40:34: Sehr gut!
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00:40:40: Wir freuen uns außerdem sehr, wenn ihr unserem Podcast auf Social Media teilt und die Kanäle des Strive-Megasin verlinkt.
00:40:46: Bis zur nächsten Folge.
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