#13: Sebastian Dettmers: Wie lösen wir den Fachkräftemangel?

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00:00:07: In den nächsten fünfzehn-zwanzig Jahren werden flächendeckend ungefähr zwanzig Prozent der heute erwerbsfähigen, den Arbeitsmarkt verlassen und sie werden auch nicht ersetzt werden.

00:00:16: Insofern ist das glaube ich einfach so ein Wegruf, ein Wahnsignal was passiert wenn wir jetzt nicht anfangen zu handeln.

00:00:26: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Strive Up Your Life!

00:00:30: Diesmal zu Gast ist Stepstone CEO Sebastian Detmers.

00:00:35: Wir sprechen mit ihm in dieser Folge über eine der großen Fragen unserer Zeit.

00:00:39: Wie lösen wir den Fachkräftemangel?

00:00:41: Sebastian ist dafür ein hervorragender Gesprächspartner, letztes Jahr hatte nämlich einen Buch veröffentlicht namens Die Große Arbeiterlosigkeit, warum eine schrumpfende Bevölkerung unseren Wohlstand bedroht und was wir dagegen tun können.

00:00:54: In dem Buch das unter anderem auf der Shortlist für den deutschen Wirtschaftsbuchpreis stand gibt es zahlreiche Impulse für das Meistern der Krise und vor allem konkrete Lösungsvorschläge.

00:01:03: Im Interview mit Strive-Herausgeberin Katharina Wolff geht es darum, wer auf die Idee kamen dieses Buch zu schreiben.

00:01:09: Welche Branchen als erstes vom Fachkräftemangel erwischt werden?

00:01:13: Warum Unternehmen bei der Suche nach neuen Mitarbeitende trotzdem wählerisch bleiben sollten und was Geschlechtergerechtigkeit damit zu tun hat?

00:01:20: Ich bin Hannah Andresen aus dem Strive Team und ich hole euch zu Beginn der Folge mit Zahlen, Daten, Fakten ein wenig ins Thema rein.

00:01:26: Und damit geht's jetzt auch direkt los!

00:01:31: Werbung Habt ihr schon mal von Körber gehört?

00:01:34: Der Internationale Technologiekonzern bezeichnet sich auch gerne als Heimat für UnternehmerInnen und entwickelt Menschen, Anlagen sowie digitalen und Softwarelösungen für Top-Industry-Leader.

00:01:45: Körpertechnologie steckt zum Beispiel in der Herstellung von Servierten oder Hygienepapier, von Medikamentenverpackungen Papierstrohalm oder Logistiklösung für eure Onlinebestellung.

00:01:55: Und genauso vielfältig wie das klingt sind die Karrieremöglichkeiten bei Kerber.

00:01:59: Dort werden nämlich gerade MacherInnen für die Bereiche Softwareentwicklung, Ingenieurwesen und Projektmanagement gesucht.

00:02:05: Dich erwarten dort internationale Entwicklungsmöglichkeiten, flache Hierarchien und die Vereinbarkeit von Job- und Privaten!

00:02:11: Werde jetzt zur Wegbereiterin oder zum Wegbereitor für deine Karriere und schau vorbei auf www.jobs.körper.com.

00:02:19: Den Link dazu findest du auch in unseren Shownotes.

00:02:26: Ich gehe mal davon aus dass ihr alle schonmal vom Begriff Fachkräftemangel gehört habt Der Form halber, hier aber noch mal eine offizielle Definition.

00:02:35: Laut Talention beschreibt der Fachkräftemangel den Zustand bei dem eine bedeutende Anzahl von Arbeitsplätzen für Mitarbeiterinnen mit bestimmten Fähigkeiten – sogenannten ExpertInnen oder Fachkräften – nicht besetzt werden kann.

00:02:47: Der Grund dafür liegt darin dass es keine geeigneten und qualifizierten Kandidaten auf dem freien Arbeitsmarkt gibt!

00:02:53: Die Gründe dafür sind vielfältig.

00:02:55: Da haben wir einerseits die generelle Veränderung des Arbeitsmarktes mit einer immer weiter sinkenden arbeitslosen Quote, aber auch den demografischen Wandel.

00:03:03: Die Generation der sogenannten Baby Boomer verabschiedet sich pö-a-pö in die Rente – es werden aber nicht verhältnismäßig viele neue Menschen geboren!

00:03:11: Auch die Zuwanderung kann das Problem nicht lösen, denn das aktuelle Tempo ist dafür schlichtweg zu langsam... Laut Sebastian Dettmas haben im vergangenen Jahr in Deutschland so viele Menschen gearbeitet wie noch nie.

00:03:22: Und ab jetzt wird diese Zahl der Arbeitnehmenden stetig abnehmen!

00:03:26: Immer mehr Unternehmen werden also Schwierigkeiten damit bekommen, ihre offenen Stellen zu besetzen und ihren Aufgaben- und Aufträgen überhaupt nachzukommen – laut dem EY Mittelstandsbarometer aus dem Jahr zwanzig bezeichneten siebenundsechzig Prozent der befragten Unternehmen den Fachkräftemangel als große Herausforderung für das eigene Unternehmen.

00:03:44: Zum Vergleich, im Vorjahr lag der Anteil noch bei fifty-fünfzig Prozent.

00:03:48: Und ganz achtzig Prozent der Unternehmen gaben an, dass sie bereits heute Schwierigkeiten damit hätten, neue und ausreichend qualifizierte Mitarbeitende zu finden.

00:03:57: Das Mitarbeiter in allen Ecken und Enden fehlen ist wohl jedem und jeder aller spätestens im ersten Sammelurlaub nach der Corona-Pandemie klar geworden – das fehlende Personal an Flughäfen-, Restaurants und Hotels hat sich deutlich bemerkbar gemacht!

00:04:10: Aber auch in den sogenannten systemrelevanten Berufen wie zum Beispiel Pflege oder Lehrkräften macht sich das fehlende Personal immer stärker bemerkbar.

00:04:18: Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft hat laut Zeit online ergeben, dass sich der Fachkräftemangel in den kommenden Jahren vor allem im Verkauf und Kitas der Sozialarbeit und Krankenhäusern am stärksten verschärfen wird.

00:04:30: Ich könnte jetzt noch zig weitere Studien aufführen, ich glaube aber ihr habt selbst schon gemerkt wie wahnsinnig relevant das Thema heute schon ist und was für Auswirkungen der Fachkräftemangel auf die Arbeitswelt von morgen haben wird.

00:04:41: Und auch deswegen widmen wir uns unserer aktuellen Ausgabe des Strife-Magazins dem Thema Jobs der Zukunft.

00:04:48: Einer der Personen, die dort zu Wort kommen, ist auch unser heutiger Talk-Gast nämlich Sebastian Dettmas.

00:04:53: In seinem bereits erwähnten Buch Die Große Arbeiterlosigkeit gibt er uns lauter Fakten, aber auch Hoffnung zum Thema an die Hand.

00:05:00: Er sagt, dass sich durch die aktuellen Entwicklungen z.B.

00:05:02: auch der Arbeitnehmerinnenmarkt positiv verändern wird.

00:05:05: Zum ArbeitnehmerInnenmarkt hat er natürlich allerlei Erfahrungen gesammelt denn er arbeitet seit zehntelf bei der digitalen Jobplattform Stepstone seit Januar zwanzigzwanzig als CEO.

00:05:15: Er verantwortet aktuell rund viertausend Mitarbeiter in, die sich allesamt darum kümmern, die richtigen Talente einzustellen und Jobsuchenden dabei zu helfen den passenden Job zu finden.

00:05:25: Neben den Ursachen und Lösungen für den Fachkräftemarel kann auch eine Menge dazu erzählen wie sich das recruiting der Zukunft jetzt schon abzeichnet warum eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von elf Jahren in Deutschland keinesfalls trennt wie jobhopping ausschließt und warum gut ausformulierte Werte als das Schmiermittel von Unternehmen angesehen werden können.

00:05:44: Und genau das macht er jetzt auch im Interview mit Katharina Wolff.

00:05:48: Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Zuhören!

00:05:51: Werbung Und hier kommt unser Partner OpenUp ins Spiel.

00:06:10: OpenUp bietet Mitarbeitenden von über sixhundertfünfzig Unternehmen unbegrenzten Zugang zu Online-Beratungen mit zertifizierten PsychologInnen sowie Gruppensitzungen, Achtsamkeitskurse und mehr – und das sind über zwanzig Sprachen anonym und innerhalb von vierundzwanzig Stunden!

00:06:26: Wenn ihr jetzt Lust habt den ersten Schritt in Richtung psychische Gesundheit für euer Unternehmen zu gehen könnt ihr eine Demo auf openup.de buchen und dabei könnt ihr gerne auch angeben dass ihr über unseren Podcast von OpenUp gehört habt.

00:06:38: Den Link dazu findet ihr in unserer Folgenbeschreibung.

00:06:50: Ja,

00:07:03: erst mal hallo Katharina.

00:07:04: Vielen Dank dass ich da sein kann.

00:07:07: ja wie kam es zu der arbeiterlosigkeit oder zu dem schreiben des buches?

00:07:10: Ich wollte eigentlich gar kein buch schreiben Sondern das thema hat mich wahnsinnig fasziniert.

00:07:17: Es hat mir aber auch angst gemacht weil ich mich beschäftigt habe mit demografietrends mit bevölkerungstrend Und ich irgendwann erkannte habe dass wir an einem punkt stehen kurz bevor die weltbevölkerungen anfängt zu schrumpfen Und das beginnt sie jetzt schon tatsächlich in Europa, in vielen Ländern Asiens.

00:07:36: In China fängt es sich an zu schrumpfen und das bedeutet ja dass ein Paradigma mit dem wir jahrelang gelebt haben nämlich dass wir immer mehr Menschen sind, dass für den Arbeitsmarkt haben, dass wir größere Absatzmärkte haben auf einmal nicht mehr gilt!

00:07:53: Ich habe mich gefragt wie so diskutiert das keiner?

00:07:57: Und ich hatte natürlich überhaupt nicht die Idee, den Buch zu schreiben.

00:08:00: Warum habe ich dann ein Buch darüber geschrieben?

00:08:02: Ich hab mich mit einem Menschen unterhalten und zwar mit Christoph Käse zwei Tage bevor ich in meinen Sommerurlaub gefahren bin... ...und er sagte dann Sebastian schreibt doch einen Buch da drüber und ich habe gesagt Christoph, du spinnst doch!

00:08:11: Ich schreib da bestimmt kein Buch.

00:08:12: Dann bin ich in den Sommerurlaubsgefahren, hab ich jeden Tag Vormittags hingesetzt, hab geschrieben, bin nachmittags zur Familie gegangen und bin aus dem Sommerurlab zurückgekehrt und hatte achtzig Seiten aufgeschrieben Und dann ist am Ende ein Buch daraus geworden.

00:08:26: Insofern ist es fast ein Zufallsprodukt, was das Buch angeht.

00:08:29: aber das Thema ist etwas, das mich lange beschäftigt und was mir auf der einen Seite Sorgen bereitet, aber wofür wie ich glaube auch Lösungen gibt.

00:08:39: Ja, du warst da mit dir ein totaler Trendsetter.

00:08:40: Also du hast das ja anscheinend vor uns allen bisschen gesehen.

00:08:43: Ich erinnere noch dieses Spiegelcover wo sind die nur alle hin?

00:08:46: oder wo sind sie alle?

00:08:47: Oder so ähnlich dass Mitte glaube ich letzten Jahres rauskam was auf diesen genau den Personalmangel anspielt auch eine Flughäfenbäckerei ein Restaurants.

00:08:55: wir merken das gerade überall.

00:08:56: also nicht nur der Fachkräftemangel zum Beispiel im IT Bereich den wir schon länger kennen sondern jetzt hat man wirklich das Gefühl die Menschen sind irgendwie verschwunden.

00:09:04: ist das ein Zustand der so bleibt und Ist das überhaupt real dieses Wo sind die alle hin, aus deiner Sicht?

00:09:11: Also muss man schon sagen, nach der Pandemie haben wir eine Sonderkonjunktur gehabt.

00:09:15: Im negativen Sinne.

00:09:16: viele Industrien haben ja über die Pandemie hinweg überhaupt nicht eingestellt und dann haben auch Mitarbeiter diese Unternehmen verlassen also zum Beispiel in einer Luftfahrtbranche oder in einer Gastronomie, in einer Hotellerie und am Ende der Pandemie standen die alle mal Pimal Daumen mit zwanzig Prozent weniger Mitarbeitern da Und das haben wir dann gespürt als wir irgendwie ein Sommerurlaub letztes Jahr fliegen wollten oder einen Tisch im Restaurant buchen wollten.

00:09:37: Das ist natürlich nicht etwas was repräsentativ für das ganze Land steht.

00:09:41: Es haben noch nie so viele Menschen in Deutschland gearbeitet wie letztes Jahr.

00:09:45: Aber es werden wahrscheinlich auch nie wieder so viele Leute in Deutschland arbeiten, weil jetzt geht's eben bergab!

00:09:49: Insofern ist das was wir da erlebt haben vor allen Dingen Corona-Effekt.

00:09:54: Aber es ist sinnbildlich für das, was uns in den nächsten fünfzehn Jahren bevorsteht.

00:09:59: Denn das kann man so abschätzen in den letzten fünfzehntzwanzig Jahren werden flächendeckend ungefähr zwanzig Prozent der heute erwerbsfähigen Den Arbeitsmarkt verlassen und sie werden auch nicht ersetzt werden.

00:10:09: Insofern ist das glaube ich einfach ein Wegruf Ein Wahnsignal Was passiert wenn wir jetzt nicht anfangen zu handeln?

00:10:17: Und ich glaube mal ein Tisch im Restaurant nicht zu bekommen Ist nicht so schlimm Notfalls auch auf dem Flug lange zu warten.

00:10:23: aber wenn die Schulen denken, wenn wir die Krankenhäuser denken.

00:10:26: Wenn wir an die öffentliche Verwaltung denken.

00:10:29: Ich glaube dann merken wir dass das ein sehr sehr großes Problem werden wird.

00:10:33: und du hast gerade gesagt zwanzig Prozent der ArbeitnehmerInnen werden weggehen?

00:10:37: Du meinst in Rente oder wandern sie aus oder wechseln die den Beruf?

00:10:41: oder was meinst du mit weggehen?

00:10:44: Sie verschwinden aus dem Arbeitsmarkt, also sie gehen in Rente.

00:10:47: Und das ist ein Trend.

00:10:49: der hat vor allen Dingen einen Grund wir bekommen zu wenige Kinder übrigens schon seit den siebziger Jahren natürlich deswegen lange nicht gemerkt weil wir Einwanderung hatten und auch nach wie vor haben in Deutschland, eine positive Netto-Einwanderung.

00:10:59: Nur das große Phänomen ist jetzt scheiden die Babyboomer aus dem Arbeitsmarkt aus und es kommt nur sehr wenig nach.

00:11:06: Und das sorgt dafür dass in Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen Ländern dieser Trend des Bevölkerungsrückgangs oder des Erwerbsbevölkerungsrücktangs besonders schnell einsetzt schneller als in anderen Ländern und wir eben besonders früh schon merken werden was das auf einem Arbeitsmarkt bedeutet.

00:11:21: Ich stelle jetzt vielleicht eine dumme Frage.

00:11:22: Aber ich hab ja selber mal Politik gemacht und weiß, wie wirklich realitätsfremd viele Politiker geworden sind.

00:11:28: Weißt die Politik das nicht eigentlich auch schon länger?

00:11:33: Ja, eigentlich ist es ja die best vorhergesagte Krise, die wir jemals erlebt haben oder erleben werden.

00:11:40: Denn diese Demografietrends lassen sich ja wunderbar vorhersehen.

00:11:43: also schon in den neunziger Jahren, in zweitausender Jahren haben wir mit dem demographischen Wandel gesprochen.

00:11:49: Aber wahrscheinlich haben wir so ein bisschen den Kopf in den Sand gesteckt und uns gesagt, das wird schon nicht so schlimm.

00:11:53: Weil obwohl wir es vorher sehen konnten... Wir haben's ja nicht erlebt!

00:11:56: Die Bevölkerung ist noch gewachsen, der Arbeitsmarkt ist ja noch gewachsen.

00:12:00: Und jetzt passiert das auf einmal und uns fehlen eigentlich die wirklichen Handlungskonzepte.

00:12:05: Was ich merke, ich habe ja viel mit Politikern gesprochen und auch auf Podiumsdiskussionen diskutiert.

00:12:10: Das Problem ist bekannt aber ich glaube tatsächlich die Tragweite ist nicht bekannt.

00:12:13: Ich nenne jetzt mal keine Namen Aber ich war neulich auf einer PodiumsDiskussion Mit jemandem von der Bundesagentur verarbeitet Und da haben wir uns darüber unterhalten und ich hab gesagt Schau Mal wenn wir weniger Menschen werden dann müssen wir unbedingt Prozesse automatisieren und gerade die öffentliche Verwaltung muss Prozessen automatisierend.

00:12:30: Es ist immer noch alles nicht digital Und die Antwort, die ich bekommen habe ist, ja.

00:12:34: Ich würde mir schon wünschen, dass in Bürgeramt zukünftig ein bisschen mehr Menschen arbeiten damit nicht so lange darauf warte einen Termin zu bekommen.

00:12:41: und das zeigt mir einfach... Das ist die falsche Antwort!

00:12:44: Wir brauchen die Menschen jetzt da wo wir auch in Zukunft noch Menschen brauchen werden also zum Beispiel in den Schulen zum Beispiel die Krankenhäusern in der Pflege.

00:12:51: Wo wir sie aber nicht mehr brauchen, ist überall da wo sich Prozesse automatisieren und digitalisieren lassen.

00:12:57: Insofern das ist natürlich jetzt so eine Anekdote, aber sie steht sinnbildlich dafür aus meiner Sicht dass wir in Wirklichkeit noch nicht verstanden haben wie groß dieses Problem ist wenn uns das ausgeht was so wichtig ist um ein Land am Laufen zu halten nämlich der Mensch.

00:13:11: Ja und wenn man das nicht sieht dann kann man sich auch nicht darauf einstellen.

00:13:13: du hast gerade schon gesagt Automatisierung Technologie ist ein Schlüssel.

00:13:16: Ein weiterer Schlüssel sind ja vier Frauen.

00:13:18: Beschreib mal, das sagst du ja auch in deinem Buch oder hast du oft auf Podiumsdiskussionen gesagt.

00:13:23: Wenn Frauen nicht mehr in Teilzeit oder mehr arbeiten würden, wäre ja viel geholfen.

00:13:28: Absolut!

00:13:28: Das ist ja eigentlich faszinierend dass wir trotz dieser Mangelage in Deutschland immer noch eins der Länder in Europa sind was am meisten diskriminiert.

00:13:37: und was meine ich damit?

00:13:38: Es gibt in der gesamten EU nur drei Länder wo mehr Menschen und mehr Frauen in Teilzeitarbeiten als in Deutschland.

00:13:47: Wir haben eine relativ gute Erwerbsbeteiligung grundsätzlich, also Frauen arbeiten fast so häufig wie Männer aber eben sehr, sehr häufig.

00:13:54: Fünfzig Prozent der Frauen arbeiten in Teilzeit und das ist ein großes Problem und es spricht aus meiner Sicht a für natürlich immer noch zu wenige Betreuungsmöglichkeiten, zu wenig Karrieremöglichkeiten für Frauen, aber es spricht auch für so eine Kultur, in der es scheinbar normal ist dass der Mann rausgeht und arbeitet in einer Beziehung und die Frau dann vielleicht nur Teilzeit arbeitet Und das ist natürlich erst mal schlecht, aber gleichzeitig ist es auch ein Riesenpotenzial.

00:14:20: Insofern sage ich das als Mann wir brauchen die Frauen jetzt unbedingt und müssen alles dafür tun wirklich Chancengleichheit herzustellen in Bezug auf ganz viele Dimensionen Aber ein riesen das größte Potenzial ist es wirklich Gleichberechtigung von Männern und Frauen Herzustellen.

00:14:35: Das ist in Teilen Politik dass es in Teil Auch wie position sich Arbeitgeber.

00:14:41: aber Es ist tatsächlich auch eine Frage der Kultur.

00:14:44: Und wenn du dir anguckst, niemand kann das wahrscheinlich besser gerade sehen wo die großen Lücken sind.

00:14:48: Wo die Menschen fehlen als eine Stellenbörse für die, für die du ja arbeiten darfst, die du leiten darfst.

00:14:55: Wenn du dir in den Jahr zwanzig-zweiundzwanzig anschaust was waren?

00:14:57: Die Jobs, die am allermeisten gesucht waren so nach Klassterungen sag ich mal.

00:15:00: Das wisst ihr ja wahrscheinlich

00:15:02: Ja, also du hast natürlich die Evergreens.

00:15:04: Also es wird immer wahnsinnig viel gesucht im Bereich IT, also Software-Engineur und so was – das ist aber nichts Neues!

00:15:11: Das was eigentlich faszinierend ist, dass viele auch ich sag mal mittel oder gering qualifizierte Jobs auf einmal ganz gefragt sind Lagermitarbeiter.

00:15:19: Da fragt man sich warum werden auf einmal Lager mit Mitarbeiterinnen gesucht?

00:15:22: Das liegt natürlich daran, dass wir wahnsinn nicht mehr Produkte jetzt online bestellen.

00:15:26: Auch das ganze Thema Logistik.

00:15:28: Wir haben mittlerweile einen riesigen Mangel an Lkw-Fahrerinnen und Fahrern.

00:15:31: Also da tut sich gerade wahnsinnig viel.

00:15:33: dann die Bereiche, die ich eben angesprochen habe.

00:15:35: überall dort wo du eigentlich nicht automatisieren kannst also in der Pflege, in der Erziehung In den Schulen Da fehlen Leute, da sehen wir ein wahnsinniges Wachstum.

00:15:43: Und auch im öffentlichen Dienstwerdenstellen aufgebaut.

00:15:46: Da bin ich jetzt nicht ganz so sicher wie sehr die tatsächlich gebraucht werden.

00:15:48: aber auch da sehen weh einen Wahnsinnigen Boom.

00:15:51: So für das sind glaube ich großen Trendberufe, die dazugekommen sind in dem Jahr.

00:15:56: Aber wir sehen natürlich auch nach wie vor das viele von den Berufen, die schon immer sehr stark in die Mahnd waren, dass sie auch im Jahr- und Zweiundzwanzig enorm gewachsen sind bei uns auf dem Plattformen.

00:16:07: Funktionierend für solche Stellen wo es eh schon zu wenig Menschen gibt, die diesen Job entweder ausüben wollen oder können?

00:16:14: Also in IT eben auch aufkönnen ja weil wir nicht alle leider Programmieren gelernt haben in der Schule.

00:16:20: Funktionierender überhaupt noch Stellenausschreibung?

00:16:23: die funktionieren und sie funktionieren praktisch überall.

00:16:27: Du hast natürlich so bestimmte Berufsgruppen, da wird es dann eng.

00:16:30: wenn du erst ein Softwareentwickler auf dem Land suchst, dann hast du schlechte Karten.

00:16:35: Dann hat das aber weniger etwas mit dem Kanal zu tun als einfach mit der Tatsache dass es diese Menschen gar nicht mehr gibt.

00:16:40: Und da musst du irgendwann umdenken und dir die Frage stellen bin ich mit meinem Standort eigentlich noch hier richtig vertreten oder sollte ich mir darüber Gedanken machen vielleicht einen zweiten Standort aufzumachen oder grundsätzlich meinen Standort zu verlegen?

00:16:49: Nein, das funktioniert.

00:16:50: Wir ändern aber auch unsere Strategie.

00:16:51: Wir waren ja in der Vergangenheit gerade zu verschwenderisch mit Talenten.

00:16:57: Das sehen wir daran... ... das ganze Thema Recruiting immer noch unglaublich langsam und stiefmittelig behandelt wird.

00:17:03: Also ich gebe dir mal ein Beispiel, wenn du dich bewirbst auf den Job in Deutschland, da wartest du im Durchschnitt immer noch vier Wochen... ...auf dem Feedback.

00:17:09: mehr als fünfzig Prozent der Menschen die sich bewerben bekommen überhaupt keinen Feedback.

00:17:12: Daran erkennst Du!

00:17:13: Da wird immer noch mit der Gießkanne gearbeitet.

00:17:16: aber auch wir waren in der Vergangenheit sehr transaktional.

00:17:18: Wir haben jeden Monat Millionen von Nutzern auf unseren Plattformen kümmern uns eigentlich darum, dass sie sich bewerben.

00:17:25: Aber nicht darum, dass die auch tatsächlich in den Job kommen und das versuchen wir jetzt technisch zu ändern Menschen wirklich dabei zu begleiten im gesamten Bewerbungsprozess auch im Interview Prozess und sicherzustellen, dass unsere Nutzerinnen und Nutzer tatsächlich den richtigen Job bekommen und sich nicht nur dafür bewerbern.

00:17:40: Insofern arbeiten wir gut gegen den Markttrend und schaffen es auch in allen Kategorien nach wie vor immer jedes Jahr noch ein bisschen besser zu performen.

00:17:49: Ja, cool.

00:17:50: Als Executive Search Beraterin, die ja nun seit dreizehn Jahren eigentlich ursprünglich bin interessiert mich natürlich auch ob man Führungskräfte über eine Stellenanzeige finden kann.

00:18:00: denn unsere Kundinnen und Kunden denen erzählen wir natürlich also klar kann man darüber jemanden finden?

00:18:05: eine Beratungen zu engagieren ist was vollkommen anderes.

00:18:08: wie siehst du das?

00:18:08: oder was merkt ihr?

00:18:10: funktioniert das?

00:18:11: Oder sind Führungskräfte so darauf trainiert dass es eben über Personalberatung läuft und gucken gar nicht mehr?

00:18:17: Also erst mal haben wir natürlich jede Menge Führungskräfte bei uns auf der Plattform.

00:18:21: Wir haben ja früher auch mal gesagt, wir sind eine Plattform für Fach- und Führungskräfte.

00:18:25: das sagen wir heute nicht mehr so aber das war immer ein elementarer Bestandteil.

00:18:28: ich sage mal im Executive Search also Topfführungsposition gibt es ja zwei Seiten der Medaille einmal die Kandidaten im Markt da funktioniert das sehr gut mit den Plattformen Aber die Arbeitgeber achten natürlich auf sehr viele Dinge.

00:18:39: wenn es darum geht topführungsskräfte oder Position zu besetzen dann geht's ja nicht nur darum bringt der oder die kandidatinnen die richtigen Skills mit sondern passt der wirklich zu unseren Werten, passt die Kandidatin zu unserer Kultur.

00:18:52: Passt der oder die in unser Führungsteam hinein und dann macht es schon Sinn vielleicht, vor allem wenn man die eigene Kompetenz nicht hat sich jemandem an die Hand zu nehmen, der das Ganze sicher stellt.

00:19:01: Insofern auch wir arbeiten mit Personalberatern, mit Executive Search Firms, wenn es um solche Positionen geht weil du einfach zu ein hundert Prozent sicherstellen möchtest dass du den richtigen Kandidaten findest.

00:19:15: Kriegt ihr denn eigentlich mit, wenn eine Position geklost ist?

00:19:17: Also wer ich mir vorstelle als Personalberater bekomme.

00:19:20: Ich weiß ja, weil ich den Prozess bis zum Ende begleite.

00:19:23: Wenn eine Stellenausschreibung nach vier Wochen oder so aufhört und genügend Bewerber sind, kriegt ihr dann überhaupt noch mit, ob die Position gekloßt wird oder ob die Bewerbenden doch nicht gepasst haben?

00:19:34: Ja in der Vergangenheit haben wir das überhaupt nicht mitbekommen, dass da eine totale Blackbox und es war auch schlecht weil wir unsere Algorithmen gar nicht darauf trainieren konnten.

00:19:41: Dass unsere Nutzerinnen tatsächlich auch einen Job bekommen sondern nur darauf ob sie sich stellen an zeigen anschauen und dann auf den Bewerbenbutton klicken.

00:19:49: Das ist ein Teil unserer Strategie, das nennen wir from click to hire Tatsächlich Nutzer auch technisch über die gesamte Wertschöpfung hinweg zu begleiten und eben sicherzustellen, dass sie auch in den Job reinkommen.

00:20:00: Das tun wir auch vor allem mit großen Arbeitgebern.

00:20:03: schon da optimieren wir dann auf Teilweise Highers teilweise auch tatsächlich onboarding.

00:20:09: gerade in so Bereichen, ich sag mal Lift wo Fahrer gesucht werden fangen diese Menschen auch tatsächlich an zu arbeiten.

00:20:19: Und das ist natürlich gut für die User Experience, weil du wirklich eine konsistente User Experience dadurch schaffst.

00:20:27: aber es hilft uns natürlich auch unsere Algorithmen einfach neu zu optimieren und nicht darauf zu justieren bewirbt sich eine Nutzerin oder ein Nutzer sondern findet unser Nutzer oder unseren Nutzer einen Job.

00:20:39: Und wenn wir jetzt mal die Glaskugel anschmeißen und uns mal überlegen, wie würden dieses Gespräch quasi in einem Jahr führen.

00:20:44: Was glaubst du?

00:20:45: Was würdest Du mir dann erzählen was zwanzig-dreiundzwanzig im Fokus stand?

00:20:48: Welche Jobs sind super schwer besetzbar?

00:20:50: Was ist vielleicht aber auch leichter geworden?

00:20:51: Gibt es überhaupt Jobs bei denen es leichter gewonnen ist sie zu besetzen?

00:20:55: Ja ganz interessant ist.

00:20:56: in einem Bereich sehen wir dass sich der Markt etwas entspannt und das ist im Bereich IT oder Software-Engineure.

00:21:04: Ja, ich glaube da findet jetzt keine Sättigung statt.

00:21:07: Also wir suchen auch nach wie vor Händeringssoftware-Entwickler.

00:21:09: aber diese totale Mangelage die wir in den letzten also bestimmt zehn Jahre gesehen haben das löst sich zumindest etwas auf.

00:21:17: wo wir sehen dass wirklich wieder eine Mangelager reinkommen ist der gesamte Gesundheitsbereich Das gesamte Thema Lehre und Erziehung, da tut sich wahnsinnig viel.

00:21:27: Und das merken wir auch sind ja gerade wieder neue Zahlen erhoben worden.

00:21:30: in Deutschland fehlen je nach Studie von vierzig bis fünfzigtausend Lehrer aktuell und ich glaube es gibt mittlerweile kein Kind mehr was nicht berichtet vom Lehrermangel Und so.

00:21:41: da sehen wir Bedarfe aufkommen.

00:21:43: Insofern, ich glaube das sind die Top-Bereiche ansonsten bleibt eigentlich alles beim Alten.

00:21:47: Technische Brüfe nach wie vor werden sehr viel besucht also alles im Bereich Mechatronik, Elektronik.

00:21:52: Da sehen wir auch nach wie Vor Zuwachs.

00:21:55: Das sind die ganz großen Trends kann man immer noch regional schauen.

00:21:58: Wir stellen nach wievor fest dass es einen Trend zu den Stäbnen gibt weg vom Land rein in die Stadt.

00:22:03: Auch das ist ein Trend.

00:22:05: Wir sehen, dass einige Unternehmen Nier und Offshoring betreiben stehen, vielleicht Teams aufzubauen im europäischen Ausland oder auch im lichteuropäischen Ausland.

00:22:13: Aber ich glaube das sind so die ganz große Linien, die wir für den Jahr und zwanzig

00:22:17: erwarten.".

00:22:19: Und wenn da nicht mehr alle Stellen besetzt werden können?

00:22:21: Also nun klar kann man sagen Lehrerinnen, Staatsdienst aber ganz viele Unternehmen müssen ja auch tatsächlich Position einfach unbesetzt lassen!

00:22:30: Was hat das zur Konsequenz?

00:22:31: Werden wir da schon demnächst die ersten Unternehmenspleiten sehen weil sie einfach ihre Positionen nicht mehr besetzen

00:22:37: können?!

00:22:39: Ja, das werden wir sehen.

00:22:40: Also das erlebst du ja jetzt schon zum Beispiel im Handwerk.

00:22:42: ganz viele Betriebe stehen zur Übergabe eigentlich an die nächste Generationen an oder findet sich niemand der den Betrieb übernehmen möchte.

00:22:48: und dann machen sie zu Die ganz großen Unternehmen wird es natürlich nicht betreffen aber Sie werden massiv an Produktivität einbüßen.

00:22:54: insofern ja Es werden Unternehmen verschwinden es werden auch Unternehmen nicht mehr der Lage sein alle Aufträge zu erfüllen.

00:22:59: Das ist so.

00:22:59: dieses Beispiel klein was wir mit den Restaurants letztes Jahr erlebt haben.

00:23:02: Wir werden's in Zukunft auch im Großen erleben Aber werden auf viele positive Effekte sehen.

00:23:08: erleben, dass Arbeitgeber die kein gutes Angebot machen und das kann bedeuten.

00:23:12: Dass der Job nicht attraktiv ist oder es kann auch bedeuten, dass Arbeitsgeber nicht vernünftig bezahlen, dass sie große Probleme haben und solche Arbeitgebers, die wirklich ein attraktives Angebot haben, dass die auch in Zukunft keine Probleme haben werden Talente zu gewinnen.

00:23:26: Das zweite was wir sehen werden ist Wir werden endlich einen Automatisierungs- und Digitalisierungsschub Und ich glaube, das ist in ganz vielfältiger Hinsicht gut.

00:23:35: Das Erste ist es gibt wirklich ein Upgrade auf Arbeit!

00:23:37: Wir werden mehr mit Technologie arbeiten und das ist spannend.

00:23:41: aber es führt auch dazu dass du einfach höherwertige Jobs schaffst und höherwertigen Jobs heißt auch Du kannst da mehr Geld verdienen.

00:23:47: Das ist gut und ich glaube Es ist auch einfach gut für Deutschland als Land was ja besonders unter dieser Demografie leidet tatsächlich jetzt zum Automatisierungs Weltmeister zu werden und die Technologie die wir jetzt entwickeln um tatsächlich vielleicht auch ins Ausland exportieren können.

00:24:05: Und hast du ganz viel davon gesprochen, Leute zu finden?

00:24:08: Wahrscheinlich wird das Leute halten!

00:24:10: in Zukunft noch wichtiger werden.

00:24:12: Und an einem Tag, wir nehmen einen Tag auf wo du gerade geschafft hast mit Stepstone als die glaube ich zweiterfolgreichste oder beliebteste Marke als Tech-Arbeitgeber ausgezeichnet zu werden.

00:24:21: Also erst mal herzlichen Glückwunsch dazu!

00:24:22: Ihr habt da wirklich ganz tolle Firmen wie Microsoft about you und so weiter hinter euch gelassen.

00:24:27: Muss ich dich natürlich fragen... Wie schaffst Du es denn?

00:24:30: Wie schafft ihr's bei Stepstone?

00:24:31: Was glaubst Du?

00:24:31: was ist wichtig um Leute zu

00:24:33: halten?!

00:24:36: zwei Antworten dazu.

00:24:37: Das eine ist, wird Mitarbeiterretention immer wichtiger?

00:24:40: Da bin ich gar nicht so sicher!

00:24:41: Wir haben in Deutschland eine unglaublich hohe Betriebshörigkeit.

00:24:44: also der deutsche Arbeitnehmer die Deutsche Arbeitnehmerin ist im Durchschnitt über elf Jahre bei dem jetzigen Arbeitgeber beschäftigt.

00:24:51: wenn ich das mal mit den USA vergleiche da sind wir grad aber vier Jahren.

00:24:54: also eigentlich sind wir so richtige Stubenhocker und dass es gar nicht gut.

00:24:57: denn was wir sehen is das Engagement ... der Zugehörigkeitsgefühl, die Begeisterung.

00:25:03: Die nimmt im Laufe der Zeit ab und das ist ja logisch.

00:25:06: Irgendwann ist es so wie Honeymoon... das erste Engagement verloren und dann machst du irgendwann mehr und mehr Dienstag Vorschrift.

00:25:16: Insofern, ich glaube es ist ganz gut zwischendurch auch mal den Arbeitgeber zu wechseln einfach neue Erfahrungen zu machen, neue Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen usw.

00:25:25: Also ich bin mir gar nicht sicher ob wir wirklich mehr Retention haben wollen.

00:25:27: was wir natürlich brauchen ist eine Retention von guten Mitarbeitern uns sicherzustellen dass sie uns nicht sofort wieder verlassen nach ein oder zwei Jahren.

00:25:35: Und da gibt es natürlich so die Themen, über die du immer sprichst.

00:25:39: Also stellst du den Kicker auf und ne Obstkorb?

00:25:42: Das haben wir alles gemacht.

00:25:43: irgendwann haben uns mal die Mitarbeiter gesagt das macht uns jetzt auch an Wirklichkeit nicht so wahnsinnig viel glücklicher dass was du eigentlich brauchst und was das entscheidend ist Wie gehst du mit den Menschen in deinem Unternehmen um?

00:25:56: Stellt zu sicher, dass sie sich wohlfühlt.

00:25:57: Stellt so sicher, das sie wirklich den Purpose deines Unternehmens verstehen und das Gefühl haben, dass das was sie tun dazu beiträgt, dass die Gesellschaft sich nach vorne wickelt.

00:26:06: Dass wir etwas Gutes tun für die Gesellschaft Und das ist glaube ich das eigentlich Entscheidende.

00:26:11: Insofern all diese Obskopfdiskussionen

00:26:13: usw.,

00:26:13: die kratzen an der Peripherie aber Das eigentliche Erfolgsrezept für zufriedene Mitarbeiter ist ein Purpose und die sind stiftende Arbeit.

00:26:21: Und das ist natürlich ganz schön schwierig hinzubekommen, ne?

00:26:23: Ein Obstkopf stellt es vielleicht hin aber sicherzustellen dass alle Mitarbeiter einen vernünftigen Job haben... ...das ist wesentlich schwieriger!

00:26:30: Insofern da haben wir natürlich Glück weil wir in einem Bereich arbeiten genau wie du.

00:26:34: Menschen zu helfen ein Job zu finden das ist etwas das ist unglaublich befriedigend.

00:26:38: Wir sehen dass Technologie eine immer größere Rolle spielt also das auch spannend und deswegen glaube ich dass viele Menschen bei uns gerne arbeiten.

00:26:45: Welche Rolle spielt das Gehalt dabei heutzutage?

00:26:49: Das Gehalt spielt, entgegen allen anderweitigen Beteuerungen immer noch eine wahnsinnig wichtige Rolle ist der Nummer eins Faktor.

00:26:57: Die Nummer Eins Informationen nach der Jobsuchende suchen wenn sie sich mit einem Job oder einem neuen Arbeitgeber auseinandersetzen.

00:27:04: Und es ist ja irgendwie auch logisch, denn das ist ja erst einmal die Hauptgegenleistung, die du bekommst für deine Arbeit.

00:27:12: Insofern ist das wichtig... Es ist natürlich ein Hygienefaktor!

00:27:14: Das ist nicht das Einzige womit du Mitarbeiter gewinnst.

00:27:16: Ist nicht das einzige womit der Mitarbeiter hält.

00:27:19: Nur wenn das Gehalt nicht stimmt dann hast Du einfach ein großes Problem.

00:27:23: bei der Gewinnung von Mitarbeiterinnen aber auch beim Halten.

00:27:25: Insofern das ist wichtig, das muss man sicherstellen und ehrlich gesagt es ist ja gerade heute auch eine riesige Herausforderung weil in der Vergangenheit konntest du die Benchmarks angucken wusstest ungefähr wo du magst stehst.

00:27:36: jetzt hast du noch die inflation dazu.

00:27:37: das heißt dass es hoch dynamisch geworden und eigentlich stellt sich jeder Unternehmensinhaber oder Unternehemsinhaberin ständig die Frage so liege ich eigentlich noch richtig wie viel muss ich die Gehälter erhöhen?

00:27:49: Das ist insofern eine Herausforderung.

00:27:51: nein bleibt wichtig, wird auch in Zukunft wichtig bleiben und ist aber nicht das allein Entscheidende wenn es darum geht Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten.

00:28:00: Ja, auch weil wir hatten einen Podcast zum Thema Jenset und auch da sagte Henry, mit dem ich dazu gesprochen habe, dass das Gehalt für die Jensett, die ja eigentlich immer mehr Work-Life Balance getrieben ist in so ein Gehalt aber wieder eine ganz viel höheren Stellenwert hat.

00:28:14: Also das finde ich wirklich spannend!

00:28:16: Und was du gerade sagtest mit den elf Jahren Betriebsgehörigkeit?

00:28:18: Da muss ich sagen es mir echt gerade fast die Kindlade runter gefallen wird.

00:28:21: Das ist eine Zahl, die ich ganz anders eingeschätzt hätte und bin ich ja auch total vorgeprägt durch diesen Digital oder Techmarkt in dem ich mich nun seit dreizehn Jahren bewege.

00:28:29: Und da gibt es ja das andere Phänomen, das Phänomene der Jobhopper.

00:28:32: nennen wir sie immer liebevoll.

00:28:33: Nämlich die, die irgendwie fünf Firmen innerhalb von fünf Jahren irgendwie einmal, also fünf verschiedene Firmen, innerhalb fünf Jahre sehen aus was für einer Motivation heraus, ob die nicht performt haben und die total ganz viel sehen wollen oder nicht stetig sind oder nicht durchhalten oder so.

00:28:49: Das heißt jetzt mal dahingestellt, da gibt's ja ganz viele Motivations- oder auch Dinge, die dahinter stehen können.

00:28:53: aber... Wie passt das denn zusammen?

00:28:55: Auf der einen Seite haben wir wahrscheinlich eher größeren, also eher Corporates diese super lange Betriebszugehörigkeit von elf Jahren wie du gerade sagtest und auf der anderen Seite haben in einer der Zukunftsindustrie nämlich der digitale Industrie eher das Phänomen der Jobhopper.

00:29:11: Kommt zu so einem Split!

00:29:14: Ich glaube, das muss man sich genau anschauen.

00:29:15: Aber du hast einen Phänomen in jungen Unternehmen arbeiten tendenziell auch jüngere Menschen und jüngeren Tendieren auch dazu häufiger den Job zu wechseln am Anfang ihrer Karriere.

00:29:24: Insofern ist es ein Bias, dem wir wahrnehmen.

00:29:26: Dann hast du in einer Stadt wie Berlin natürlich ein Ökosystem mit wahnsinnig vielen spannenden Unternehmen.

00:29:31: Das heißt doch die Chance bei mehreren Arbeitgebern anzufangen.

00:29:36: Wenn wir uns ganz Deutschland anschauen, dann ist die Landschaft einfach anders.

00:29:38: Du hast in Deutschland ja nicht diese starke Zentralisierung mit Frankreich, mit London und Paris.

00:29:47: Sondern du bist über ganz viele Städte verteilt und insofern ist Berlin sicher ein Sonderfall.

00:29:53: Nein aber ich glaube das Jobhopping ist gut.

00:29:56: Ich habe mich lange damit beschäftigt.

00:29:59: die USA ist ja der zweitgrößte Markt für uns.

00:30:01: was passiert eigentlich wenn Menschen viel häufiger den Job wechseln als sie es in Deutschland oder Kontinentaleuropa tun?

00:30:07: Und was wir dort beobachten ist dass gerade diejenigen häufig den Job die wenig Geld verdienen, tendenziell ein geringer oder mittelqualifizierten Job ausüben.

00:30:17: Und wenn Sie den Job wechseln, verdienen sie danach mehr Geld und machen einen Job mit einer höheren Qualifikation.

00:30:21: Also insofern hat dieses Jobhopping auch immer etwas damit zu tun, dass ich mich selbst upgradee, dass sich mehr Geld verdiene, dass im attraktiveren oder höher qualifizierter Job mache.

00:30:32: So das ist natürlich für die Arbeitgeberin eine Herausforderung aber für den Markt ist es gut Für den Arbeitnehmermarkt ist das gut und für die Volkswirtschaft ist es gut, weil wir es dadurch einfach schaffen, die Produktivitäten nach oben zu treiben.

00:30:46: Gerade wenn du sagst, ich überspitze es jetzt mal.

00:30:48: Wechsel ist gut oder zumindest vielleicht nicht nur alle elf Jahre?

00:30:52: Was ich mich schon länger frage ist muss Deutschland nicht vielleicht auch an den Kündigungsschutz ran?

00:30:56: denn als kleine Firma also bis zehn Mitarbeitende

00:30:58: hat man

00:30:58: ja quasi keinen Kündigungsschutz in Anführungszeichen und kann die Mitarbeiterinnen rausnehmen ohne jetzt zu sagen es hat betriebliche Gründe oder wie auch immer.

00:31:06: danach ist ja schon mit zehn Leuten wirklich ein kleines Start-up.

00:31:10: so Müssen wir da den Kündigungsschutz ran?

00:31:13: Auch wenn wir uns Amerika angucken, dann gibt es quasi gar keinen Kündigungsschutz.

00:31:17: Und innerhalb von vierzehn Tagen kannst du Heier und Feier betreiben!

00:31:20: Also ist das ein Thema für Deutschland.

00:31:21: der Kündighungsschutz?

00:31:23: Ja, der Künstigungsschutz ist eine Sache... Ich glaube es sind vor allem die Praxis in den Unternehmen.

00:31:27: also was für Königungsfristen schreibe ich eigentlich in die Verträge rein?

00:31:30: Das kann teilweise sehr sehr lang sein.

00:31:32: Das Zweite ist aber vor allen die Rechtsprechungen.

00:31:36: Was ist mein Abfindungsanspruch?

00:31:37: Und das eigentliche Problem Arbeitgeber jetzt ganz viel Geld zahlen müssen.

00:31:42: Sondern es ist dieses Phänomen, dass wenn jemand ... Ich nehm mal die Zahl im Durchschnitt elf Jahre bei einem Betrieb beschäftigt ist.

00:31:48: Wenn der entlassen werden würde oder die entlassen würden, dann stünde dem Arbeitnehmer für jedes Jahr Betriebsvorigkeit so je nach Gericht ungefähr ein halbes bis ganzes Monatsgehalt an Abfindung zu.

00:32:01: und das rechnen wir mal aus, das ist so bis zu einem ganzen Jahresgehalt.

00:32:04: Das Problem ist, wenn du selbst kündigen möchtest Dann stellst du dir vor, wenn ich kündige, da verzichte ich auf diesen fiktiven Abfindungsanspruch.

00:32:12: Starte bei einem anderen Unternehmen in der Probezeit wo ich zumindest die ersten sechs Monate auch wieder per Gesetz Gefahr laufe gekündigt zu werden und ohne jeglichen Anspruch dortzustehen Und das macht es dem Menschen wahnsinnig schwer tatsächlich das Zepter des Handels selbst in die Hand zu nehmen.

00:32:27: Und ich glaube, das ist was wir treiben wollen!

00:32:29: Mir geht's gar nicht darum Arbeitgebern es einfacher zu machen ihre Mitarbeiter loszuwerden sondern ein Incentiv dafür zu geben dass wenn jemand unzufrieden is in seinem Job oder ihrem Job dann tatsächlich zu sagen okay da kündige ich halt und mach etwas Neues.

00:32:42: Ich nehm jetzt mal wieder das Beispiel USA.

00:32:45: Ich werde häufig gefragt ja die USA ist ja ein ganz schlechtes Beispiel Das ist ja so diese alte Higher and Fire Mentalität.

00:32:50: aber das stimmt nicht.

00:32:51: drei Viertel der Menschen die in den USA den Job wechseln, machen das aus eigenem Antrieb und nur ein Viertel sind die Kündigungen.

00:32:59: Und selbst jetzt – wir reden ja mal über die großen Entlassungswellen im Tech-Bereich – wenn du in die amerikanischen Arbeitsmarktstatistiken reinschaust wirst du feststellen es gibt keinen Anstieg der Kündigung gerade, selbst in dieser Zeit wo wir über Rezession sprechen sondern es sind die Menschen die erkannt haben dass sie unglaublich viele Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben und wie gesagt dann wechselt sie einen Job so sie mehr Geld verdienen und eine höher qualifizierte Tätigkeit ausüben können unbedingt auch in Deutschland.

00:33:24: Wir müssen raus, gerade im Niedrigstohnsektor, daraus dass wir versuchen krampfhaft Arbeitsplätze zu erhalten die nicht produktiv sind, die schlecht bezahlt sind und müssen Inzentes dafür schaffen das Menschen sagen nein ich möchte etwas anderes machen, ich möchte mehr Geld verdienen und etwas Sinnvolleres tun.

00:33:38: Tut Deutschland da dann mit einem Mindestlohn zum Beispiel?

00:33:41: was dafür?

00:33:42: Also sind das so Maßnahmen oder was würdet ihr dafür einfallen was für Maßnahmen Deutschland ergreifen könnte?

00:33:47: Ja der Mindest lohn ist Interessanterweise ein super Produktivitätsbooster.

00:33:53: Das wird immer so bisschen verkannt, weil der Mindestlohn ist ja politisch und ideologisch total aufgeladen.

00:33:58: also er steht ja so sinnbildlich für bestimmte Parteien wenn du an die letzte Bundestagswahl denkst.

00:34:03: aber was?

00:34:06: In den USA gibt es schon seit den dreißiger Jahren Mindestlöhne.

00:34:08: Und was man da sehr, sehr schön sieht immer wenn mindestlöne angehoben werden führt das tatsächlich wieder zu einem Produktivitätsboost weil sich irgendwann nicht mehr lohnt sehr einfache Tätigkeiten durch Menschen erledigen zu lassen.

00:34:19: und irgendwann lohnt es sich zu investieren.

00:34:21: in früher waren das Maschinen und Roboter und heute sind's auch noch mehr und mehr Algorithmen weil es sich auf einmal lohnt diese Arbeit zu automatisieren.

00:34:28: und ich gebe jetzt mal praktisches Beispiel so ein so eine Kasse in einem großen Supermarkt, könntest du ja längst automatisieren.

00:34:36: Passiert aber deswegen nicht weil es günstiger ist Menschen dort zu beschäftigen.

00:34:41: und jetzt können wir uns natürlich fragen wollen wir das die Kasse automatisierend und kassierern möglicherweise in das Risiko begeben dass sie arbeitslos werden?

00:34:52: Ja das wollen wir unbedingt!

00:34:53: Weil wir brauchen die Menschen an anderer Stelle wie gesagt leere Pflege.

00:34:56: ich habe das alle schon erwähnt.

00:34:58: Wir müssen jetzt aber investieren, dass diese Menschen die eben noch im Lager gearbeitet haben.

00:35:02: Die eben noch an der Kasse gearbeitet habe.

00:35:04: Dass sie tatsächlich etwas anderes tun können.

00:35:05: und da fehlt uns in Deutschland der Mut.

00:35:07: Da fehlt es der Mut zu sagen jemand der vierzig Jahre vielleicht auch fünfzig Jahre alt ist.

00:35:11: Der kann doch mal einen anderen Beruf lernen!

00:35:13: Aber warum nicht?

00:35:14: Die Menschen werden immer älteren.

00:35:15: wir sind auch in der Lage auch über fünfzig Jahren noch einen anderen beruf zu lernen Und ich glaube dem mut müssen wir haben.

00:35:20: oder hilft interessanterweise der Mindestlohn Gerade im einfachen, gerade niedrigen Sektor die Arbeit aufzuwerden.

00:35:31: Und wenn wir nun – so sagst du auch wahrscheinlich – wir werden alle mehr rekrutten müssen?

00:35:34: Weil gerade wenn wir wieder sagen, mehr Wechsel ist auch gut und dann werden wir wie auch neue Leute an Bord holen müssen.

00:35:40: Gleichzeitig werden es immer weniger Leute, die ich heiraten kann.

00:35:43: Wie viel darf ich mir denn überhaupt noch erlauben, wo ich als Arbeitgeber, als Führungskraft in Bewerbungsprozess darauf achte, dass die Person tatsächlich passt?

00:35:51: Also wieviel ablehnen kann ich mir überhaupt noch Erlauben?

00:35:56: Ich glaube, dass eine große Gefahr ist, dass du irgendwann nicht mehr darauf achtest, ob jemand zu deinem Unternehmen passt oder nicht.

00:36:04: Das wird wichtig bleiben!

00:36:05: Denn ich glaube das Unternehmen gar nicht das Ziel haben sollten alle gleichzuwerden sondern Unternehmen sind unterschiedlich und es gibt Unternehmen mit unterschiedlichen Kulturen und genauso gibt es Menschen die passen zu deiner Kultur und Menschen die passten nicht zu deine Kultur.

00:36:19: aus der Unternehmenssicht im Wettbewerb wahnsinnig wichtig zu definieren, was sind eigentlich die Menschen, die zu mir passen?

00:36:25: Die zu meiner Mission passen.

00:36:26: Die zu der Arbeit passen, die wir hier erledigen und nach wie vor einen starken Filter darauf haben?

00:36:32: Wenn das nicht reicht dann muss ich mich auf die Hinterbeine stellen.

00:36:34: Ich muss mein Angebot hinterfragen vielleicht auch meine Recruiting Strategie hinterfragt.

00:36:38: aber nicht wählerisch zu sein, ist der falsche Weg.

00:36:42: Denn das führt dazu, dass du über kurze langen A vielleicht die Menschen mit den falschen Skills an Bord bekommst und wahrscheinlich sogar noch schlimmer die Menschen, die nicht so in einer Kultur passen.

00:36:52: Und ich glaube, über kurzer lang wird es zu noch größeren Problemen führen als wählerische zu bleiben und dann vielleicht auch kurzfristig ein Problem beim Rekruting zu

00:36:59: haben.".

00:37:00: Wobei bist Du denn wählerischer?

00:37:01: Also worauf achtest DU im Bewerbungsprozess?

00:37:06: Also früher haben wir, und das ist ein Fehler den ich gemacht habe, ausschließlich auf Skills geachtet.

00:37:11: Ist jemand in der Lage den Job ausüben?

00:37:15: Das ist natürlich gut nicht so lange dieser Job ausgeübt wird.

00:37:18: aber eigentlich entscheidend ist passt jemand zu deinem Unternehmen?

00:37:21: Aber wie findest du das heraus?

00:37:23: Da sagt sich ja so leicht Und Du läufst ja auch Gefahr deinen eigenen Beiß auf einmal alles übersteuern zu lassen und nur noch zuschauen, mag ich jemanden.

00:37:30: Und nicht passt der in Wirklichkeit zu meinem

00:37:31: Unternehmen.".

00:37:32: Und wir haben deswegen im letzten Jahr mit unseren Mitarbeiterinnen zusammen unsere Werte entwickelt.

00:37:38: Und zwar nicht was wollen wir sein in Zukunft irgendwann?

00:37:41: sondern wer sind wir eigentlich jetzt?

00:37:42: Das ist natürlich immer so eine Mischung aus ambitionierten Werten und Werten die wir einhundertprozentig ja schon leben und haben die definiert und haben einen Set von sieben Werten entwickelt, die wir global ausgerollt haben und jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin kennt die.

00:37:56: Und darauf achte ich, schafft es eigentlich jemand unseren Werteansprüchen gerecht zu werden?

00:38:04: und dann stellen wir den Kandidaten noch ein.

00:38:08: Das halte ich für extrem wichtig denn das ist so bisschen der Schmiermittel einer Organisation.

00:38:14: Lebt jemand unsere Werte oder lebt er oder sie unsere Wärter nicht?

00:38:18: Das halbe ich für ganz entscheidend!

00:38:20: Ja super, Werte sind das Schmiermittel eines Unternehmens finde ich großartig.

00:38:25: Lieber Sebastian!

00:38:26: Ich kann dich aus diesem Podcast nicht rauslassen ohne auch noch eine sehr persönliche Frage zu stellen nämlich ich merke schon auf der einen Seite klar es gibt immer mehr freie Position.

00:38:36: Und trotzdem starten die jungen Menschen, die jetzt mit achtzehn- neunzehnt irgendwie die Schule beenden in der großen Zukunftsangst weil vielleicht auch keiner von uns so richtig weiß was uns erwartet.

00:38:45: wenn du nochmal ganz von vorne anfangen würdest, ähm, achtzehneunzehn wär's dein Abi in der Tasche hättest würdest du noch mal studieren?

00:38:51: Wenn ja was und welche Job aussichten oder in welchen?

00:38:55: in welchem Job würdest Du Dich reinbewegen wollen?

00:38:59: also du hast erstes völlig recht vielen jungen Menschen fehlen heute, fehlt der Zukunftoptimismus und das halte ich für ein riesiges Problem.

00:39:07: Warum fehlt uns der Zukunftsoptimismus?

00:39:09: Weil wir Angst vor der Zukunft haben?

00:39:11: oder lauern ja auch eine ganze Menge Bedrohungen?

00:39:12: aber da lauert auch wahnsinnig viel Fortschritt Wahnsinnig spannende Technologien die gerade auf dem Markt kommen und ich glaube wenn ich noch mal die Chance hätte neu anzufangen zu studieren, dann würde ich in einem Bereich anfangen wo ich tatsächlich mehr verstehe über diese Technologien.

00:39:26: Das kann ganz klassisch in den Ingenieurwissenschaften sein das würde ich aber wahrscheinlich nicht machen und ich wird wirklich an der Schnittstelle jetzt wahrscheinlich zwischen IT und Biologie oder zwischen IT- und Physik nochmal neu anfangen.

00:39:36: denn ich glaube wir stehen wirklich an so man sagt im Englischen Pivotal Point also an einem Scheidepunkt wo Technologie noch mal in der Lage ist zumindest unsere Arbeitswelt vielleicht auch unser gesamter Alltag radikal zu verändern.

00:39:49: da nochmal durchzustarten und zu sagen, ich möchte nicht nur als Kaufmann... ...als Business-Mensch die Dinge verstehen.

00:39:56: Sondern tatsächlich aus der Technik heraus verstehen.

00:39:59: Das würde mich sehr reizen!

00:40:00: Aber ich habe auch gelernt man sollte nicht in die Vergangenheit schauen.

00:40:04: Man sollte auch gar nicht zu sehr in die Zukunft schauen sondern man sollte vor allem in der Gegenwart leben und sich immer die Frage stellen was kann ich jetzt tun?

00:40:10: Insofern bin ich sehr glücklich da wo ich bin denn da kann ich in Wirklichkeit ja genau das machen.

00:40:13: Nicht mit Zukunftstechnologien auseinandersetzen und mir die Frage stellt wie können wir unser Leben in Zukunft verbessern?

00:40:20: Was für ein sensationell schönes Schlusswort.

00:40:21: Ich würde sofort die Uni Bank in dem Fach noch mal mit dir drücken, weil halte ich für sehr schlau und finde es auch schade eigentlich.

00:40:30: Vielleicht muss ich mir einfach nochmal Programmierungskurs gönnen, dass ich da vielleicht noch mehr Ahnung kriege.

00:40:35: Sebastian, es hat unheimlich viel Spaß gemacht.

00:40:37: Ich habe sehr viel gelernt und ich bin sicher unsere Zuhörerinnen und Zuhürger da draußen auch.

00:40:41: Ich danke dir für deine Zeit und auch noch mal die neuen Aspekte, die du mit reingegeben hast.

00:40:45: Und ich hoffe dass jetzt ganz viele mit weniger Zukunftsans und mehr positiven Gedanken nach vorne schreiten.

00:40:51: also vielen vielen Dank!

00:40:52: Vielen dank, Katharina.

00:40:55: Dieser Podcast wird herausgegeben von Strive Publishing GmbH und produziert von Aufwellenlänge.

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00:41:14: Bis zur nächsten Folge.

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