#12: Prof. Dr. Yasmin Weiß: Welche Jobs wird es in fünf Jahren nicht mehr geben?

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00:00:06: Ich selber sage immer, ich bin eine Beta-Version von mir selber.

00:00:08: Ich brauche Updates die ich aufspielen muss um am Puls der Zeit zu sein und es gehört zu meinem Aufgabenprofil dazu dass ich mir Zeit dezidiert fürs Lernen reserviere und zwar jeden Tag.

00:00:20: Und mein Credo ist lernen muss in dieser schnelllebigen dynamischen Zeit von heute mit solchen disruptiven Technologiesprügen genauso selbstverständlich werden wie tägliche Szene putzen.

00:00:34: Hallo und herzlich willkommen bei einer neuen Folge Strive Up Your Life.

00:00:38: Heute zu Gast ist unsere Coverwoman Prof.

00:00:41: Dr.

00:00:41: Jasmin Weiß.

00:00:42: Passend zu unserem aktuellen Heftschwerpunkt Jobs der Zukunft, wird sie mit Strive-Herausweberin Katharina Wolff darüber reden wie der Arbeitsmarkt der Zukunft aussieht – was sich bereits jetzt schon in ihrem Job verändert hat und was wir heute lernen müssen um für die Welt von morgen vorbereitet zu sein!

00:00:59: Ich bin Hannah Andriesen aus dem Strive Team und ich führe euch zum Anfang ein wenig ein in das folgend Thema, also die Arbeitswelt von morgen.

00:01:06: Ihr könnt euch wie immer freuen auf diverse spannende Learnings für euren Alltag und eure Karriere!

00:01:11: Und damit geht's jetzt auch schon direkt los….

00:01:15: Werbung Unser heutiger Partner möchte vor allem eins – unterschiedlichste Menschen zusammenbringen und Denkanstöße geben.

00:01:22: Die Rede ist vom Business-Netzwerk LeaderInnen dass sich ein Vordenkerinnen richtet und an alle die Lust auf Diversity, New Leadership & Change haben.

00:01:30: In der Liederin LinkedIn-Gruppe werdet ihr mit inspirierenden Stories und Impulsen rund um diese Themen versorgt.

00:01:36: LiederInn lädt außerdem mehrmals im Jahr zu Events ein, um mit ihrer Community über die Fragen unserer Zeit zu diskutieren und sich auszutauschen.

00:01:43: Schaut gerne in der LinkedIn Gruppe vorbei, um über zukünftige Events auf dem Laufenden zu bleiben!

00:01:48: Den Link zur Gruppe findet ihr in unseren Shownotes.

00:01:50: Gemeinsame Initiatoren der Initiative sind Die Lloyd & Der Bundesverband der deutschen Industrie.

00:01:56: sixty-five Prozent der jetzigen Grundschüler in werden einmal Jobs haben, die wir heute nicht mal benennen können.

00:02:07: Puh!

00:02:07: Das sitzt.

00:02:08: Dieser Aussage stammt von unserem Coverinterview mit Prof.

00:02:11: Dr.

00:02:11: Jasmin Weiß.

00:02:12: Dass sich der Arbeitsmarkt durch neue Technologien und Trends gerade rasant verändert, bekommen wir ja grade an allen Ecken und Enden mit.

00:02:19: Ein aktuelles und sehr eindrückliches Beispiel dafür ist ChatGPT – ein KI-Chatbot, der glaube ich vielen von euch in den letzten Wochen an der einen oder anderen Stelle schon begegnet.

00:02:30: Bereits jetzt hat KI ein Einfluss auf unsere Jobs und damit meine ich nicht nur jene aus der IT- oder Digitalbranche.

00:02:37: Um euch das mal zu demonstrieren, habe ich gerade einfach mal selbst bei ChatTBT nachgefragt.

00:02:42: Welche Auswirkungen wird KI und sonstige neue Technologien auf den Arbeitsmarkt der Zukunft haben?

00:02:47: Und wie werden sich unsere Jobs verändern?

00:02:50: KI und neue Technologie werden voraussichtlich dazu beitragen, dass bestimmte Arbeitsplätze automatisiert werden während gleichzeitig neue Arbeitsplätze entstehen.

00:03:01: Es wird erwartet, dass einige Arbeitsplötze insbesondere solche die routinemäßige Aufgaben beinhalten durch KI und Automatisierung ersetzt werden.

00:03:11: Während andere Arbeitsplätzen insbesondere solche Die kreative und soziale Fähigkeiten erfordern wahrscheinlich bestehen bleiben werden es wird auch neue Arbeits Plätze geben die sich auf die Entwicklung und Anwendung von KI- und neuen Technologien beziehen.

00:03:28: Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der Einfluss von KI und neuen technologien auf den Arbeitsmarkt von vielen Faktoren abhängt und sich im Laufe der Zeit verändern

00:03:38: wird.".

00:03:40: Ziemlich crazy oder?

00:03:42: Zugegeben ich persönlich kann mir nicht vorstellen vollends automatisierten Content dauerhaft genießen zu können!

00:03:48: Deswegen sollten wir keine Panik haben das Roboter uns in wenigen Jahren all die Jobs wegnehmen.

00:03:53: Ganz im Gegenteil.

00:03:54: Wir können uns wieder fokussieren auf die Dinge, die uns als Menschen einzigartig

00:03:58: machen.".

00:03:59: Passend dazu hier mal ein Auszug aus dem dossier Jobs der Zukunft des aktuellen Strife-Magazins.

00:04:04: Jobs in denen es um Zwischenmenschlichkeit und Empathie geht, in denen der Kontakt von Mensch zu Mensch zählt werden auch in Zukunft gefragt sein – Lehrkräfte, Erzieherin, Pflegepersonal… Sie alle werden begehrte Fachkräfte bleiben!

00:04:18: Sebastian Detmas, CEO von Stepstone hat das Ganze so kommentiert Wir brauchen Menschen an diesen Stellen, weil sich diese Berufe eben nicht so gut automatisieren und digitalisieren lassen.

00:04:28: Die Nachfrage nach diesen Jobs wächst – natürlich auch bedingt durch die Arbeiterlosigkeit!

00:04:34: Apropos Arbeiterlosigkeit Auch der Fachkräftemagnol spielt in die Arbeitswelt von morgen rein.

00:04:39: Laut dem aktuellen Future of Jobs Report vom BCG werden bis zum Jahr- und Jahrzehntag bis zum Jahre- und Jahresjahr-Jährige knapp eineinhalb Millionen IT-Fachkräfte fehlen.

00:04:48: Und auch branchenübergreifend müssen wir uns auf den sogenannten War-For-Talents vorbereiten.

00:04:53: Petra von Strombeck, Vorstandsvorsitzende von New Work SE hat in der Leadershipausgabe von STRIVE erzählt, dass allein auf dem deutschen Arbeitsmarkt bis zu zwei tausendfünfunddreißig mindestens fünf Millionen Erwerbstätige fehlen werden.

00:05:05: Welche Jobs in den nächsten Jahren besonders gefragt sein werden zeigt uns der Future of Jobs Report, zwanzigzwanzig des World Economic Forum.

00:05:12: Demnach werden vor allem SpezialistInnen für KI und Maschinellisk Lernen gefragt sein, genauso wie DatenanalystInnen sowie SoftwareentwicklerInnen.

00:05:20: Aber auch ProjektmanagerInnen, MechanikerInnen und MaschinenreparateurInnen haben ein gutes Zukunftspotenzial!

00:05:26: Wenn ihr zu dem Thema auf dem Laufenden bleiben wollt, kommen hier mal drei Menschen den ihr dafür folgen könnt.

00:05:32: Kenza Aichi Abu ist Robotik-Expertin und Director Client Engineering Dach bei IBM.

00:05:38: Sie sagt Automatisierung.

00:05:40: nehmen irgendwann den Menschen die langweiligen Aufgaben ab.

00:05:43: Irgendwann ist der Bot Teil des

00:05:44: Teams.".

00:05:45: Auf LinkedIn postet sie regelmäßig zu ihren Kernthemen Innovationen, Leadership und Machine Learning.

00:05:51: Dr.

00:05:51: Friederike Fritzsche ist Tech Ambassador bei Otto und hat die Plattform Ready gegründet – eine smarte Bestelltechnologie für internetfähige Haushaltsgeräte.

00:06:00: In ihrer Position beschäftigt sich Fritsche mit innovativen IT-Technologien und auf Linken vorrangig mit Themen wie Woman in Tech, künstliche Intelligenz und dem Metaverse.

00:06:10: Und dann haben wir noch Prof.

00:06:12: Dr.

00:06:12: Sabina Jeschke.

00:06:14: Als Vorstandsvorsitzende beim KI Park in Berlin verfolgt die X-Bahnvorstände die Mission ihn zum Startup Accelerator für Next Generation AI Applications zu machen.

00:06:24: In ihrer Forschung konzentriert sie sich auf hoch innovative Technologien.

00:06:29: So und bevor es gleich ins Interview geht, noch zwei kurze Brain Food Tipps falls ihr euer Wissen nach dieser Folge noch mehr vertiefen wollt.

00:06:36: Da haben wir einmal das Buch von unserer Coverwoman Dr.

00:06:38: Yasmin Weiß.

00:06:40: Es lautet Weltbeste Bildung wie wir unsere digitale Zukunft sichern Und legt ein Plan vor wie wir uns fit für die Zukunft machen.

00:06:47: Und im Fluter Podcast wird sich ebenfalls die Frage gestellt Welche Jobs sind zukunftssicher?

00:06:52: Die Antwort von Soziologe Philipp Stabmil passt sogar in eine Mittagspause Werbung.

00:07:01: Siebenundsechzig Prozent der Arbeitnehmenden wissen nicht an wen sie sich für ihre mentale Gesundheit am Arbeitsplatz wenden können.

00:07:08: Dabei zeigt eine Studie von die Leute, dass Investitionen in psychische Gesundheit der Mitarbeitenden ein der besten Investition für Unternehmen überhaupt sind.

00:07:16: und hier kommt unser Partner OpenUp ins Spiel.

00:07:18: OpenUp bietet Mitarbeitende von über sechshundertfünfzig Unternehmen unbegrenzten Zugang zur Onlineberatung mit zertifizierten PsychologInnen sowie Gruppensitzungen, Achtsamkeitskurse und mehr.

00:07:29: Und das sind über zwanzig Sprachen, Anonymen und innerhalb von vierundzwanzig Stunden.

00:07:34: Wenn ihr jetzt Lust habt den ersten Schritt in Richtung psychische Gesundheit für euer Unternehmen zu gehen könnt ihr eine Demo auf openup.de buchen und dabei könnt ihr gerne auch angeben dass ihr über unseren Podcast von Open Up gehört habt.

00:07:46: Den Link dazu findet ihr in unserer Folgenbeschreibung Werbung.

00:07:50: Ende

00:07:54: Heute habe ich wieder das Vergnügen, unsere Cover-Hurmen bei mir im Podcast begrüßen zu dürfen.

00:08:00: Sie ist BWL-Professoren, Multiaufsichtsräte, Speakeren und Buchautoren – also ein echtes Multitalent.

00:08:06: Professor Dr.

00:08:08: Yasmin Weiß!

00:08:09: Wir sprechen heute darüber welche Jobs sich in Zukunft durch die KI ersetzen lassen?

00:08:14: Welche Jobs zukunftssicher sind?

00:08:16: Welches Skills man braucht?

00:08:18: Und wie ihr eigener Job sich im Laufe der Jahre eigentlich verändert hat?

00:08:21: Also jetzt viel Spaß und rein ins Interview.

00:08:24: Liebe Yasmine, du bist ja unsere Coverwoman unserer neuen Ausgabe mit dem Titel Jobs der Zukunft.

00:08:31: Und die ein oder andere wird uns vielleicht fragen warum denn eine Professorin auf dem Titl dieses Magazins ist.

00:08:38: und wir könnten da sehr schnell sagen natürlich weil es bei den Jobs der zukunft auch um das Thema Bildung geht.

00:08:43: Du bist ja ganz vieles.

00:08:45: unter anderem dein daily job ist es, Professorin zu sein.

00:08:49: Das ist ein Job über den ich mir ganz wenig vorstellen kann außer dass du wahrscheinlich sehr viele junge Menschen klüger machst.

00:08:54: Erzähl uns mal ein bisschen was aus dem Alltag einer Professoren!

00:08:57: Was machst Du den ganzen Tag?

00:09:00: Hallo liebe Katharina!

00:09:02: Professoren zu sein ist für mich tatsächlich eine der schönsten Jobs der Welt weil du tagtäglich mit jungen Leuten zusammenarbeiten kannst und sie dabei unterstützen kannst ihr Potenzial zu entfalten Zukunft auseinanderzusetzen, die unheimlich spannend ist.

00:09:20: Unser Arbeitsmarkt verändert sich gerade so radikal wie noch nie, radikal sowohl in der Geschwindigkeit als auch in der Intensität was sich gerade verändert und wir führen gesellschaftlich sehr oft eine

00:09:31: Sorgenorientierte

00:09:32: Debatte, was sich alles verändert.

00:09:34: Welche Jobs durch Technologie vielleicht auch verschwinden und vernichtet werden?

00:09:38: Und ich finde es unheimlich schön als Professor in die Möglichkeit zu haben eine Chancen orientiert Schoßen orientierte Debatte mit meinen Studierenden zu führen weil wir einfach wissen dass vermutlich deutlich mehr neue Jobs und auch sehr spannende Tätigkeitsprofile entstehen werden gerade für junge Menschen sehr große Möglichkeiten, Chancen.

00:09:57: Ja vielleicht auch Grüne Wiese auf sie lauert und das ist mitunter das schönste in meiner Rolle als

00:10:02: Professorin.".

00:10:03: Darüber müssen wir natürlich nachher noch ganz ausführlich sprechen welche Jobs es denn im fünf oder in zehn oder in fünf oder zwanzig Jahren es dann noch geben wird.

00:10:12: aber bleiben wir doch mal bei deiner Branche.

00:10:13: was hat sich denn in deiner branche verändert an deinem daily job?

00:10:17: wenn du auf die letzten jahre guckst wo sind da die jobs der zukunft entstanden.

00:10:22: In der Bildungsbranche verändert sich gerade unheimlich viel.

00:10:25: Wir werden auch links und rechts durch Technologie herausgefordert, und auch hier – das mache ich auch für mich selber in meiner Rolle als Professorin – fühle ich mich nicht durch Technologie.

00:10:36: wie soll ich sagen?

00:10:37: Ich habe keine Sorge davor dass Technologie irgendwann mal meinen Job als Professoren machen wird Aber ich weiß, dass sich diese Rolle transformieren wird.

00:10:45: Ich kann Vorlesungen sehr gut digitalisieren.

00:10:49: also wenn es sich um Grundlagen vor Lesungen haltet – ich bin BWL-Professorin und das hat die Corona-Pandemie auch gezeigt – virtuell ausstrahlen, einmal richtig gut halten aufnehmen als Download zur Verfügung stellen und die freie Spielte Kapazität, also wirklich das Zwischenmenschliche gibt mir als Professor noch die Möglichkeit mit deutlich mehr Zeit für meine individuellen Studierenden zu nehmen.

00:11:13: Für individuelle Beratung, für individuelle Gespräche herauszukitzeln.

00:11:18: was treibt euch an?

00:11:19: Was sind eure Stärken?

00:11:20: Wo habt ihr aber vielleicht auch gerade Bedenken, wo habt ihr Nöte?

00:11:23: Also jetzt gerade auch in Zeiten von multiblen Krisen.

00:11:26: Und früher war es einfach so dass wir als Professoren alleine aufgrund der großen Anzahl an Studierenden, die wir zu betreuen hatten und der Lehre und der Forschung wie wir betreiben gar nicht so die Möglichkeit haben sich um den Einzelnen zu kümmern.

00:11:39: und da sehe ich die große Möglichkeit das wir vielleicht zu einem menschlicheren Verhältnis leerende und lernende kommen.

00:11:47: Ja und das klingt ja eher als hätte sich der Job fast sich verändert von einer Lehrenden, also Frontalunterricht in Anführungszeichen hin zu einer Coach.

00:11:55: Das erfordert ja auch ein ganz neues Skillset wahrscheinlich ne?

00:11:57: Was hat das mit dir gemacht?

00:12:00: Ich freu mich!

00:12:01: Also ich finde dass war ja auch... Also ich habe hier eine Doppelkarriere.

00:12:05: Ich arbeite weiterhin in der Wirtschaft und ich hab mich ganz bewusst für die für die Rolle in die akademische Welten hineinzuentwickeln, als Professorin entschieden.

00:12:15: Weil

00:12:15: ich eben Lust darauf habe individuelle Potenziale erkennen besser fördern zu können und das geht im Zuge der Digitalisierung, die selbstverständlich auch in die Bildung einzugehalten hat deutlich besser als vorher.

00:12:30: Und welches Skills, wenn du dir das anschaust?

00:12:33: Wir gehen nur von dir selber hin zu... Wenn wir uns gerade mal die Zeit der Pandemie anschauen.

00:12:39: Welches Skill Set hat sich da rauskristallisiert was jetzt wichtiger denn je ist und natürlich wagen wir dann im nächsten Schritt gleich den Blick in die Glaskugel, was in den nächsten Jahren wichtig wird.

00:12:48: aber was hat sich an den letzten zwei Jahren aus deiner oder drei Jahren sind es ja schon fast, die wir mit dieser Pandemie leben?

00:12:54: Was hat sich verändert Im skill set was wichtig für die Menschen

00:12:58: Im Allgemeinen oder in meiner Rolle als Professorin?

00:13:01: Nee,

00:13:01: im allgemeinen in den Jobs.

00:13:02: Also nicht nur bei dir selber sondern wenn du das siehst aber auch bei Studierenden, bei deinen Kolleginnen und Kollegen.

00:13:08: da haben sich ja ganz... also wir sind ja alle ganz anders gefordert gewesen in den letzten Jahren.

00:13:12: was hat sich da verändert?

00:13:15: Zum einen hat sich ganz stark verändert dass wir glaube ich gemerkt haben wie wichtig es ist eine ausgeprägte innere Stabilität zu entwickeln in einer immer instabile werdenden Welt, in der Krise und Transformation nicht mehr Ausnahme sondern Dauerzustand sind.

00:13:32: Das heißt selbst Kompetenz die Fähigkeit sich selber zu reflektieren.

00:13:36: wie geht es mir?

00:13:38: also gerade auch in der Pandemie, wo wir uns deutlich stärker als wir es vorher kannten isolieren mussten zu Hause mit uns selber beschäftigt waren.

00:13:48: Wie geht es mir?

00:13:50: Was muss ich tun damit meine physische und psychische Gesundheit gewährleistet ist?

00:13:55: Wie kommuniziere ich und zwar in einem gesunden Maß, wo sehr viel Kommunikation ins virtuelle verlagert wird?

00:14:02: wie schaffe ich's echte vertrauensvolle Beziehungen, vertrauenzvolle Kommunikation

00:14:08: im

00:14:08: virtuellen Raum gestalten zu können.

00:14:13: Für Führungskräfte auch ganz stark.

00:14:15: wie halte ich ein Team zusammen das sich physisch gar nicht mehr so oft begegnet?

00:14:20: Wie entwickele ich eine digitale Empathie?

00:14:22: also obwohl nicht mehr tagtäglich im Büro sehe, ihre Mimik nicht erkennen kann.

00:14:31: Nicht mehr in Gesicht erkennen kann ob sie noch bei mir sind, ob es ihnen gut geht.

00:14:35: Ob Sie noch ein Team-Spirit haben?

00:14:37: Wie erkenne ich das im digitalen Raum?

00:14:40: Wie muss sich meine Kommunikation verändern damit es mir möglich ist zu erspüren wie wir als team hier noch zusammenarbeiten und wie unsere Beziehungsqualität ist?

00:14:49: also die menschlichen Fähigkeiten die schon immer wichtig waren werden im Zuge der Digitalisierung noch wichtiger Und gleichzeitig müssen wir sie neu interpretieren, weil in der hybriden Arbeitswelt der Zukunft so etwas wie Kommunikation oder Empathie, Teenbuilding einfach erweitert wird mit einem erweiterten Skillset.

00:15:10: Das ist das eine.

00:15:11: Sozialkompetenzen und... Natürlich werden auch Technologiekompetenz, gerade in den neuen stehenden Schlüsseltechnologien wichtiger.

00:15:19: Also ich brauche ein Grundlagenwissen von IT und ein Grundlage müssen in allen neuen Schlüßentechnologien wie beispielsweise künstliche Intelligenz.

00:15:26: Und zwar egal in welchen Jobs sich arbeitet.

00:15:28: das gilt für jemanden wie mich in der Rolle als Professorin natürlich ganz besonders.

00:15:32: es geht aber auch für unterschiedliche Funktionen in der Wirtschaft.

00:15:35: Das gilt für Ärzte.

00:15:36: bei auch Ärzten arbeiten ja nicht nur mehr mit herkömmlichen Methoden am Patienten sondern Auch dort zieht immer mehr Technologie in den Medizin

00:15:44: ein.

00:15:46: Das, was du beschreibst ist ja wahrscheinlich auch schon ein bisschen Blick in die Zukunft.

00:15:49: also die Digitalisierung wird wahrscheinlich noch anhalten.

00:15:52: es wird andere Fähigkeiten von uns fordern Die Menschlichkeit Also keiner weiß ja wie lange wir noch in dieser Multikrise festhängen Aber wahrscheinlich werden wir uns auch danach nur auf eine Zeit einstellen müssen wo diese Fähigkeit wichtig sind.

00:16:03: Wie schaffen wir es denn uns da immer wieder up-to-date sein?

00:16:05: Wie hältst du dich up to date, wo hast Du Dein Grundlagenwissen IT, Grundlagen Wissen KI und so her.

00:16:11: Hast Du ja gerade gesagt liest Du Bücher, konsumierst Du Podcast?

00:16:14: wie hältst Du Dich Up To Date?

00:16:16: Das sind ganz unterschiedliche Lernquellen.

00:16:18: ich glaube zum einen bevor wir über das Wie sprechen

00:16:22: brauchen

00:16:22: hier die Erkenntnis dass es überhaupt erforderlich ist Und mit dieser Erkenntniss dass wir also ich selber sage immer Ich bin eine Beta Version von mir selber Updates, die ich aufspielen muss um am Puls der Zeit zu sein und nicht nur am Pulsterzeit.

00:16:37: Ich bin Professorin in verschiedenen Unternehmen im Aufsichtsrat und da muss man sich sozusagen nicht nur an Puls zur Zeit bewegen sondern auch vor die Welle setzen zu vielen Themen für die man dann auch Expertin ist und es gehört zu meinem Aufgabenprofil dazu dass ich mir Zeit dezidiert fürs Lernen reserviere und zwar jeden Tag.

00:16:59: Und mit dieser Erkenntnis, dass ich diese Beta-Version von mir selber bin kann ich dann auch guten Gewissens in meinem wirklich vollgepackten Kalender.

00:17:06: Ich habe auch noch zwei junge Kinder die ich irgendwie in der schönste Job zu Hause aber ich muss irgendwie schauen das ich im Kalender ausreichend Zeit habe diese diversen Rollen unter einen Hut zu bekommen.

00:17:20: und dadurch dass sich erkannt habe dass es ohne Lernen nicht geht meinen Job vernünftig zu machen ist es einfach im Outlook-Kalender genauso fest drinnen.

00:17:31: Zeitblöcke, in denen ich mich wirklich dem Lernen widme wie jede andere Termine auch und sie fallen nicht von der Agenda nur weil ich besiege bin.

00:17:38: Und mein Credo ist lernen muss in dieser schnelllebigen dynamischen zeit von heute mit solchen disruptiven technologisch Sprüllen.

00:17:46: genauso selbstverständlich werden die tägliche Szene putzen.

00:17:49: Ich mache das einfach jeden tag als Ritual und schmeiß es nicht aus meinem kalender raus Weil da keine Hände einfach gerade picktepackevoll ist.

00:17:56: Das ist ja alles eigenmotiviert, was muss denn unser Bildungssystem?

00:18:00: oder tut unser Bildungssystem genügend um uns auf diese Welt vorzubereiten?

00:18:05: Ja leider noch nicht!

00:18:07: Wir haben hier zwar in den letzten zwei und dreiviertel Jahr Pandemie bedingt, das ist eigentlich auch eine ganz schöne Ironie.

00:18:12: Dass wir erst mal ein Virus gebraucht haben um endlich zu erkennen dass wir zu spät dran sind was die Digitalisierung unserer Bildung betrifft.

00:18:21: Hier sind wir ein Stück vorangekommen aber wir sind noch bei Weitem nicht dort wo wir sein müssten.

00:18:28: Das ist schade, weil unser Bildungssystem sollte nicht herhinken.

00:18:30: Sondern sollte eigentlich immer den Blick strategisch in die Zukunft richten.

00:18:35: Welche Fähigkeiten werden wichtiger?

00:18:38: Was müssen Menschen und damit meine ich nicht nur die jungen Menschen, die wir an unseren Schulen und Hochschulen ausbilden sondern lernen muss ja ein ganzes Leben lang erfolgen also auch die beruflichen Weiterbildungssysteme braucht diesen strategischen Blick in die zukunft um abzuleiten was müssen wir heute den menschen beibringern?

00:18:55: Was müssen wir heute lernen, um für die Welt von morgen vorbereitet zu sein?

00:19:00: Warum habe ich vorhin die Eigenmotivation so stark betont?

00:19:04: Am Beispiel meine eigenen Personen.

00:19:06: Weil es ohne diese Eigen Motivation nicht geht!

00:19:08: Wir wissen aus der Lernforschung dass das beste Bildungsangebot zum Scheitern verurteilt ist wenn der Lernen denn nicht eine hohe Eigenmotivation mitbringt.

00:19:16: Deswegen ist es unheimlich wichtig, dass wir alle erkennen welchen Beitrag wir selber anzuleisten haben damit das richtige zur richtigen Zeit lernen

00:19:27: können.

00:19:29: Ich selber, vorhin habe ich gesagt, ich halte mich für eine Beta-Version von mir selbst aber auch für eine Unternehmerin an meinem eigenen Kompetenzportfolium.

00:19:38: Das heißt was macht ein Unternehmer oder eine Unternehmerin?

00:19:42: Man hat Veränderungen

00:19:44: des Marktes

00:19:45: im Blick man erkennt Chancen Und in jeder Veränderung stecken Chancen drinnen.

00:19:50: Man beobachtet den Wettbewerb und man überlegt, ob das was man anzubieten hat dann auf eine Nachfrage schlöst?

00:19:56: Ich glaube dass ist auch ein ganz ganz wichtiges Mindset was wir brauchen um das Richtige lernen zu können und dann muss selbstverständlich das richtige Bildungsangebot gemacht werden.

00:20:05: Und digitale Bildung das ist ja ein Thema mit dem ich mich sehr intensiv befasse.

00:20:10: Digitale Bildung ist eben zum einen dieses Grundlagenwissen in IT und den neuen digitalen Schlüsseltechnologien, aber zum anderen auch die Frage welche weiteren Kompetenzen müssen wir stärken um uns verantwortungsvoll und sicher.

00:20:24: Und vor allem nicht nur in einer konsumierenden sondern auch in einer gestalteten Rolle in der digitalen Welt von morgen bewegen zu können?

00:20:30: und dazu zählen insbesondere Sozialkompetencen.

00:20:33: Die Eigenmotivation, von der du da sprichst.

00:20:35: Ich find das ganz toll!

00:20:36: Weil in der Tat wir kommen ja aus einer Generation... Wir haben ein ähnliches Alter.

00:20:40: Wir kommen aus einer generation wo man noch aus einer Leistungskultur kommt, wo man außer eigen Motivation heraus Karriere machen muss.

00:20:47: Vor dir sitzt die Gensette jeden Tag.

00:20:49: Deswegen frage ich einfach mal wie passen denn vier Tage Woche bei gleichbleibenden oder sogar mehr Gehalt?

00:20:55: Work from anywhere und so weiter.

00:20:57: Wie passt das denn noch...?

00:20:58: In das Bild, dass wir gelernt haben über Eigenmotivationen eine gesunde Leistungskultur und Co.

00:21:03: Wie passt das noch zusammen?

00:21:06: Ja, Stichwort gesunde Leistungskultur.

00:21:08: Ich glaube wir können es gar nicht oft genug betonen dass wir eine ganz ehrliche Debatte führen müssen was ist denn eine gesunde Leichtungskultur hier in diesem Land war?

00:21:18: vor welchen Herausforderungen stehen wir und was sind denn eigentlich diese widersprüchlichen Ziele diesbezüglich?

00:21:24: Wir haben eine Generation mit der Gensett vor uns die sehr selbstbewusst betont, dass sie sagt Live-Balance ist ein ganz großes Ziel.

00:21:34: Sie wollen von überall aus in der Welt arbeiten also mit einer hohen zeitlichen örtlichen Autonomie.

00:21:42: Sie sind sehr purpose driven und sie sind exzellent ausgebildet.

00:21:45: das ist ja die beste Ausgebildsgeneration die wir hier hatten.

00:21:48: Und gleichzeitig haben sie einen Gespür dafür, dass sich die Arbeitsmarktesätze verändert haben.

00:21:54: Also wir haben einen Arbeitnehmermarkt und Arbeitgeber kämpfen um zu knappe Talente Und das ist alles schön und gut, aber gleichzeitig die andere Seite der Medaille.

00:22:03: Das ist auch eine ehrliche Botschaft, die wir aussenden müssen.

00:22:06: Die Herausforderungen, die hier zu bewältigen haben sind enorm!

00:22:10: Wir haben große globale Probleme zu lösen zum Beispiel den Klimawandel, zum anderen begrenzte Energieressourcen was wir gerade sehr stark spüren.

00:22:19: Wir müssen unsere Wertschöpfungsketten neu ausrichten, wir müssen unser Geschäftsmodell dazu kundfettbewerbsfähig aufstellen Und diese Herausforderungen lösen wir nicht ohne eine gesunde Leistungskultur.

00:22:30: Wir müssen wettbewerbsfähig sein im internationalen Vergleich, wir müssen produktiv sein.

00:22:36: Wir werden sicherlich als deutsche Volkswirtschaft mit dem Geschäftsmodell was wir haben nicht die Kostenführerschaft in der Welt übernehmen also nicht mit unseren hohen Löhne, nicht mit unserem hohen Sozialkosten und wir müssen uns die Frage stellen, wir schaffen es trotzdem?

00:22:52: unsere Wirtschaft auf eine tragfähige Basis zu stellen.

00:22:56: Und mir fehlt hier der ehrliche Dialog mit der Generation von heute und der generation von morgen, wie kommen wir dorthin?

00:23:04: Also wie vereinbaren wir das was einerseits eure Bedürfnisse sind oder nachvollziehbaren bedürfnisse?

00:23:09: aber auf der anderen Seite dürfen die Realität ja nicht aus dem Blick verlieren und die Herausforderungen sind enorm.

00:23:15: Danke dass du das sagst weil ich finde auch wenn man sich vorstellt alle würden jetzt auf ne vier Tage Woche gehen Und wir würden unsere Gesellschaft heute zusammenbrechen.

00:23:23: Das ist halt die Kehrseite der Medaille.

00:23:24: Genau,

00:23:25: unsere Gesellschaft würde zusammenbrechend... Wir haben jetzt schon Fachkräftemangel und wir haben zu wenig Ärzte!

00:23:31: Wir haben zu wenige Pflegepersonalen, wir haben auch zu wenig Erzieher.

00:23:35: Wir haben also zu wenig IT-Ler und zu wenig löst man nicht mit einer Viertalgewoche.

00:23:41: Also sorry to be so straight aber ich glaube diese Botschaft müssen wir eben auch loswerden.

00:23:47: Ich hatte ja vorhin schon gesagt, da müssen wir natürlich hingucken.

00:23:49: Du hast gerade ganz viele Jobs angesprochen die ja ganz häufig leider auch vergessen werden also Work from anywhere und vier Tage Woche als Ärztin oder wenn ich am Band stehe oder bei Lidl an der Kasse sitze ist das eine ganz andere Dimension als in unseren digitalen Berufen.

00:24:04: Welche Jobs wird es denn tatsächlich noch geben?

00:24:07: Wenn du vor deinen Studierenden stehst was rätst du überhaupt noch worauf man sich spezialisieren sollte um einen zukunftssicheren Job zu haben?

00:24:16: Also ich gucke immer weniger auf Jobs, sondern auch Tätigkeitsprofile.

00:24:21: Weil die werden ja jetzt gerade neu geordnet und neu sortiert.

00:24:25: Und meine Botschaft ist immer alle Tätigkeiten bei denen ihr emotional mehrwert stiftet Bei der im hohes Maß an strategischem und kreativen Denken gefragt ist und wo ihr mit Leidenschaft reingeht Diese Tätigkeit sind schwer durch Technologie zu ersetzen.

00:24:42: und ich gebe vielleicht ein ganz einfaches Beispiel.

00:24:44: Ich habe neulich in einem Hotel eingecheckt, wo jemand an der Rezeption stand und mich als Hotelkast begrüßt hat Standardisiert und mit wenig Fingerspitzengefühl für den Gast, mit wenig Sozialkompetenz ab.

00:25:03: Dass ich mir in dem Moment gedacht habe.

00:25:05: wenn mich jetzt ein Humanoider-Serviceroboter wir in einigen Hotels in Japan schon im Einsatz ist eingecheckt hätte, hätte es für mich keinen wahrnehmbaren Unterschied gemacht.

00:25:16: Also grundsätzlich mal ein Tätigkeitsprofil als Rezeptionist

00:25:20: kann

00:25:21: an Technologie delegiert werden und diese humanien Roboter sprechen auch noch mehrere Sprachen.

00:25:27: Wenn ich aber, wie das in meinem Lieblingshotel am Tegernsee der Fall ist, ich werde unheimlich Wertschätzen begrüßt mit ganz hoher Aufmerksamkeit, mit ganz viel Wertschätzung, mit so viel Menschlichkeit – Ich kann mir schwer vorstellen es ist exakt das gleiche Tätigkeitsprofil dass diese Leistung durch einen humanoiden Roboter in der gleichen Form erledigt werden kann, schwer vorstellbar.

00:25:53: Und das gilt für ganz viele andere Tätigkeitsprofile.

00:25:57: auch Ich kann als Professor eine so leblose Lehre machen, dass ich vorne im großen Hörsaal im Audimax stehe und meine Standardvorlesungen runterbete wo es fast keine Rolle spielt ob jetzt da vorne auf der großen Screen einfach nur digital jemand auf Play gedrückt hat und eine aufgenommene Vorlesung abspült oder ob ich physisch da vorne bin.

00:26:20: Wenn ich aber meine Studenten einwende in ihre Gesichterschau, ob sie noch bei mir sind, Sie durch Fragen dazu animiere selber sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen, selbstig mit einer Problemstellung auseinandersetzen und die Antworten selber zu geben individuelle Ansprache mache dann ist das ein und das gleiche Tätigkeitsprofil aber eben nicht durch Technologie zu ersetzen.

00:26:43: Und mein Wunsch wäre dass wenn wir uns die Frage stellen, wie kann ich nicht ersetzt werden am Arbeitsmarkt der Zukunft?

00:26:49: Dass wir uns ganz stark darauf besinnen was zeichnet uns als Menschen aus.

00:26:54: Und dann sind wir bei solchen Themen wie Sozialkompetenzen.

00:26:57: und das wertvollste was wir... Ich hatte vorhin gesagt, ich bezeichne mich als Unternehmerin an meinem eigenen Kompetenzportfolio.

00:27:03: Das Wertvollste, was wir unseren Kompetentsportfolios zufügen können ist eine gute Mischung aus Sozialkompetenz gepaart mit Technologiekompetent auch in Zukunft unheimlich wertvoll und kann schwer ersetzt

00:27:17: werden.

00:27:18: Das heißt eigentlich, wenn ich das richtig zusammenfasse müssten ja selbst IT-ler die Zukunft fürchten denn es gibt ganz viele Jobs.

00:27:25: klar eine KI zu programmieren das wird die KI selber zumindest noch nicht ganz schaffen noch muss ihr ein bisschen lernen.

00:27:31: aber wenn ich mir überlege so einen Web Shop irgendwann mal aufzusetzen und ich meine jetzt nicht das Design dass er fordert wieder Kreativität aber alleine das runterzuprogrammieren also als Leihre gesagt die Einsen um Nullen zu schreiben also ein Code zu schreiben Das müsste ja eigentlich auch standardisiert werden, oder?

00:27:46: Ja es gibt jetzt schon Algorithmen die neue Algorithme programmieren.

00:27:51: Also Maschinenladen macht das möglich.

00:27:54: Das heißt auch ein IT-Lad von dem wir ausgehen dass er eine hohe IT und Technologiekompetenz mitbringt muss ich die Frage stellen was unterscheidet mich denn einer immer intelligenter und lernfähigen Software.

00:28:10: Und auch da komme ich wieder zum Thema Sozialkompetenz, ein IT-ler der empathisch die Bedürfnisse versteht – der Anwender also der sich hinein denkt was brauchen sie eigentlich damit Sie möglichst barrierefrei, möglichst niederschwellig, möglichst intuitiv mit dem was ich hier erschaffe umgehen können?

00:28:29: welches Werteverständnis sollen wir diesen Algorithmen einen Mitgeben, weil Software funktioniert hier?

00:28:39: oder ein bestimmtes Werteverständnis was die Softwareentwickler mitbringen?

00:28:43: und das ist urmenschlich.

00:28:46: Das ist etwas was wir ja auch nicht abgeben sollten.

00:28:48: also da entwickeln sich auch einen Anforderungsprofil an IT mehr deutlich weiter mit einer stärkeren Ausrichtung auf.

00:28:58: Was bedeutet es eigentlich, ja Mensch zu sein?

00:29:01: Und wir sehen das auch in den ganzen neuen Studiengängen die entstanden sind hier in München zum Beispiel an der TU München.

00:29:07: Ethics in AI also eine wunderbare Kombination aus Software-Entwicklung künstliche Intelligenz gepaart mit Ethik und einer ethischen Auseinandersetzung.

00:29:18: wie wollen wir eigentlich die Software schreiben damit die Technologie dem Menschen dient und nicht anders herum?

00:29:25: Das sind die neuen Anforderungsprofile auch in der IT.

00:29:29: Ja, spannend.

00:29:29: Das was du sagst eigentlich könnte man zusammenfassen je technologieaffiner ich bin desto mehr brauche ich die sozialkompetenz.

00:29:35: oder muss ich mir die sozial kompetenz anlernen?

00:29:37: und je mehr sozialkompetenz.

00:29:39: ich habe aber nicht so digital affin oder technikaffin.

00:29:41: ich bin da muss sich da nachhelfen.

00:29:42: also das ist doch schon mal eine gute hausaufgabe für uns alle uns erstmal einzuordnen und dann zu wissen wo wir vielleicht noch lernen können.

00:29:49: Ist es denn aus deiner sicht überhaupt noch?

00:29:51: ja was heißt notwendig?

00:29:52: meine wir reden alle seit Steve Jobs rede wahrscheinlich in oh Gott wo war standwort?

00:29:58: Genau, reden wir alle darüber.

00:30:00: Braucht es eigentlich noch ein Studium?

00:30:01: Wenn ich mir angucke, ich habe Jura studiert und mein Studium nie im Job angewandt also links und rechts bestimmt mal aber nie als Job angewandt Würdest du heute überhaupt noch dazu raten zu studieren?

00:30:16: Ich glaube die Frage kann man ja nicht pauschal für jeden beantworten weil auch nicht jeder genießt einen Studium und nicht jeder ist für ein akademisches Studium geeignet.

00:30:28: Aber ich glaube, die Frage zielt er eher danach.

00:30:30: Brauchen wir überhaupt ein formales Studium?

00:30:33: Wenn sich die Wälder draußen so schnell verändert und alle wissen, wie halbwärts Zeit von Wissen sieht... Ich glaube, wir brauchen flankierende Schnellboote in der Bildung.

00:30:43: also ein Studium alleine wird mich nicht ruhig behalten in die Rente führen.

00:30:47: Ich kann nicht besonders viel aus meinem BWL-Studium anwenden für das was ich heute tue aber mein BWl-Studiums hat eine gute Grundlage geschaffen in Metacompetenzen und zwar in methodischen Metacompetenzen, aber eben auch in fachlichen Metaccompetencen.

00:31:03: Ich habe gelernt wie ich eine saubere empirische Studie erstelle, ich habe gelernt, wie man ein komplexes Problem herunterbricht.

00:31:11: Was ist bedeutet?

00:31:12: In einem diversen Team meine Rolle einzunehmen und mir zu überlegen welchen Wertbeitrag kann ich machen mit dem was ich mitbringe?

00:31:20: Und das sind Summeterkompetenzen, die lernt man in einem guten Studium wirklich gut und kann sie auch in die Zukunft hineintragen.

00:31:29: Deswegen ist so meine Antwort für Menschen, die sich grundsätzlich vorstellen, dass ein Studium ihnen Spaß machen würde und dass sie dafür geeignet sind zu sagen, dass eine tun oder andere nicht lassen, studiert gerne aber bleibt weiter am Wall.

00:31:48: Weiterbildungsmöglichkeiten, die euch vielleicht innerhalb von drei Monaten befähigen.

00:31:54: Eine neue Kompetenz ein neues Skillset zu erlernen das ist das erforderlich ist um um die Gegenwart und die Zukunft zu meistern was in eurem Studium vielleicht noch gar nicht existiert hat.

00:32:04: Ja, wahrscheinlich braucht man auch eine ganze Menge praktisches Skills.

00:32:07: Ich meine am Ende wenn ich mit deinem Lebenslauf angucke du bist zwar Professorin quasi im Hauptjob, du bist aber Multi-Aufsichtsrätin.

00:32:13: Du schreibst Bücher sehr erfolgreich auch noch bis Spiegerin also von daher du hast ja auch ein Skill Set was deutlich über das hinaus geht was man in der ersten Sekunde über dich denken könnte.

00:32:24: Hast du Hands on gearbeitet bei Exzente?

00:32:27: Ist das auch das Skillset für, dass du heute in den Aufsichtsrat geholt wirst?

00:32:31: Dass du das theoretische Wissen hast, das aber praktisch anwenden kannst?

00:32:34: oder warum holen sich Unternehmen wie dich zum Beispiel im Aufsicht-Rat?

00:32:40: In den Aufssichtsräten geht es ja darum ein möglichst breites Kompetenzset.

00:32:46: ergänzen, also dass du sozusagen nicht sechs Personen die den gleichen Erfahrungshintergrund haben dort sitzen hast.

00:32:52: Sondern es geht um die Diversität an Sichtweisen und ich glaube mit meinem Skillset habe ich in verschiedenen Branchen gearbeitet.

00:33:00: Ich arbeite in der akademischen Welt eine anwendungsnahen Forschung und gleichzeitig habe ich zwei Dachs dreißig Konzerne von innen herauskennen gelernt, war in der Strategieberatung.

00:33:12: Also ich glaube dass ich schon Erfahrungen mitbringe und auch gelernt habe meine Meinung zu vertreten In einem diversen und oftmals eben hochrangig besetzten Gremium Und ich glaube dafür werde ich geholt.

00:33:27: also man hat einerseits immer so einen inhaltlichen Fokus das ist bei mir eben ganz stark.

00:33:33: Was ist die Arbeitswelt der Zukunft?

00:33:35: Wie verändert Technologie, was sind die Auswirkungen auf die Anforderungsprofile und auf die Talente, die wir in Zukunft brauchen.

00:33:42: Und vor allem auch wie bekommen wir sie?

00:33:43: – das ist ein ganz starker inhaltlicher Fokus, den ich dort mit einbringen kann.

00:33:48: Aber eben

00:33:49: auch so eine übergreifende

00:33:50: Sicht, die genährt wird aus vielfältigen Erfahrungen, die ich gemacht habe Und weil du vorhin gefragt hast, wie halte ich eigentlich mein Lernen aktuell?

00:34:04: Also ich habe zum einen natürlich diese dezidierten Blöcke fürs Lernen in meinem Kalender drinnen.

00:34:10: Wo ich mich

00:34:11: z.B.,

00:34:12: ich hatte letztes Jahr ein Fokus auf künstliche Intelligenz da hab' ich mir sehr viel ja online Trainingsformate zu dem künstlichen Intelligenze also im selbst gesteuerten Lernprozess angeeignet.

00:34:25: Aber am meisten lerne ich tatsächlich zum Beispiel in einer Aufsichtsratssitzung wie gestern, wo ich von Kollegen lernen kann den ich aufmerksam zuhöre mit denen ich in die Diskussion gehe.

00:34:36: Die einen anderen Erfahrungen hintergrund habe als ich sage mal Ich mache auch im Alltag wende ich zwei Techniken an das eines Hardcore Listening weil zuhören ist eine wunderbare Methode um Neues dessen aufzusagen aber eben auch hardcore questioning Und dadurch, dass ja unser Tag in vierundzwanzig Stunden hat und wir einfach sehr viel oftmals auch arbeiten.

00:34:58: Versuche ich arbeiten und lernen zu synchronisieren und von den Menschen zu lernen mit denen ich ohnehin zusammenarbeiten muss und für mich bin absolut der Lerntyp soziales Lernen also von anderen Menschen lernen und das funktioniert bei mir sehr gut.

00:35:13: Ja du gehst ja in ganz vielen Punkten andere Wege, was ich total beeindruckend finde.

00:35:17: Man würde ja auch von einer Multiaufsichtsräte und würde das vielleicht vermuten von einer Professorin ehrlicherweise nicht dass sie so aktiv bei LinkedIn ist.

00:35:25: So bin ich auch auf dich aufmerksam geworden!

00:35:27: Du hast mehr als seventy tausend Follower mittlerweile bei LinkedIn also eine ganz aktive Audience da auch die dir täglich zuhört nicht nur deine Studierenden sondern auch mehr als siebzigtausend Menschen bei LinkedIn.

00:35:38: Wann hast du beschlossen, diesen Weg zu gehen?

00:35:40: Eine Personalbrand für dich tatsächlich aufzubauen.

00:36:09: eine wunderbare Möglichkeit Content, die nur für teilenswert und relevant hältst.

00:36:17: Dass du da eine große Anzahl an Leuten erreichst.

00:36:21: wenn ich im Audi Max bei uns stehe, erreiche ich vierhundert Leute.

00:36:25: Wenn ich etwas auf LinkedIn poste, erreache ich paar hunderttausend Menschen, die diesen Post lesen Und das ist ja auch worüber ich sehr gerne spreche.

00:36:37: Bildung ist kein Nullsummspiel, sondern ich finde mir profitieren alle davon, wir hier unser Wissen teilen und ich teile sehr gerne Erkenntnisse über die Arbeitswelt der Zukunft oder für die Jobs der Zukunft über die Future Skills weil ich einfach finde, ich möchte als Wissenschaftlerin nicht nur... Ich habe den Anspruch auch einen Bildungsauftrag zu erfüllen, der über meine eigene Hochschule hinausgeht Und das mache ich deswegen auf LinkedIn und es macht mir auch großem Spaß.

00:37:07: Großartig, Jasmin!

00:37:08: Vielen vielen Dank dass wir dich ein bisschen besser kennenlernen dürfen, dass du uns ein paar Ansichten von dir aber auch ein paar Insights gegeben hast.

00:37:15: alle die jetzt noch mehr wissen wollen müssen sich natürlich dieses tolle Heft kaufen wo Jasmin unsere Coverbummen ist und auch ganz viel über Skillsets und Jobs der Zukunft spricht.

00:37:24: Jasmin, es ist unfassbar.

00:37:25: Aber die halbe Stunde ist schon wieder oben!

00:37:26: Wir könnten wahrscheinlich noch hundert Jahre quatschen.

00:37:28: Deswegen sage ich einfach an der Stelle ganz, ganz lieben Dank dass du dir Zeit für diesen Podcast genommen hast das du unsere Coverwoman bist und ich freue mich jetzt riesig auf diese zwei Monate mit dir auf dem Cover des Strive.

00:37:39: also vielen vielen lieben dank für deine Zeit und dein Engagement in Sachen Strive.

00:37:43: Danke euch liebe Katharina.

00:37:47: Dieser podcast wird herausgegeben von Strive Publishing GmbH und produziert von Aufwellenlänge.

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00:38:00: Wir freuen uns außerdem sehr, wenn ihr unserem Podcast auf Social Media teilt und die Kanäle des Drive-Megasin verlinkt.

00:38:06: Bis zur nächsten Folge.

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